Bundesliga

Mit 66 Jahren ...

Nicht nur wegen seiner Tore mit einer Topleistung: Shinji Kagawa
Freiburg und Augsburg verloren den Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen, derweil das Spitzenquartett zusammen blieb. Jupp Heynckes avancierte zum ultimativen Siegertyp der Liga.

Aus den drei Spielen, in denen bedingt durch den Tabellenstand der Abstiegskampf das Leitmotiv bildete, gingen zwei Teams als Sieger hervor: Der Hamburger SV, der sich einen 2:1-Auswärtssieg bei der Hertha abholte und der FSV Mainz, der den SC Freiburg kalt erwischte und mit 3:1 auf die Bretter legte. Ohne Sieger blieb die Partie Augsburg gegen Kaiserslautern. Den Pfälzern konnte das ereignisreiche 2:2-Remis noch gelegen kommen - die Schwaben büßten damit den Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen ein. Gleiches galt für die Freiburger, die ans Tabellenende zurück fielen. „Solche Situationen gibt es im Fußball…“, beschrieb SC-Coach Christian Streich die prekäre Lage seiner Schützlinge, die bereits nach 17 Minuten 0:3 hinten lagen und obendrein in Unterzahl spielen mussten. „Wir werden das Spiel verarbeiten und weiter arbeiten“. Vorerst nicht weiterarbeiten kann Lukas Podolski, der sich seines 1:0-Führungstreffers gegen Schalke nicht lange erfreute. In der zweiten Halbzeit kippte der Gast die Partie komplett, gewann 4:1 und Podolski erlitt eine Knöchelverletzung, die eine mehrwöchige Pause erfordert.

In Reihen der Schalker konnte sich Marica, der erstmals in der Saison in der Startformation stand, mit zwei Treffern hervortun. Die „Knappen“ sicherten sich damit ihren Platz in der Spitzengruppe, wie alle anderen Teams des führenden Quartetts. Der FC Bayern hielt den VfL Wolfsburg mit 2:0 in Schach, Dortmund schlug Hoffenheim 3:1 und Gladbach hatte dem VfB Stuttgart beim 3:0-Auswärtserfolg einiges voraus. Abgesehen von den Münchnern hielten sich die anderen Titelkandidaten verbal jedoch ziemlich bedeckt. „Unser Ziel ist, so viele Punkte wie möglich zu sammeln“, ließ sich Lucien Favre lediglich einen Allgemeinplatz entlocken und Schalke-Manager Horst Heldt gab den Tiefstapler: „Außer dem verhinderten Abstieg haben wir noch nichts erreicht“. Huub Stevens ergänzte: „Wir lassen uns nicht einreden, dass wir Mitfavorit sind“. Noch längst nicht am erklärten Meisterschaftsziel der Saison angekommen, nahm Jupp Heynckes Stellung zu einer persönlichen Erfolgsgeschichte: „Ich musste 66 Jahre alt werden, um diesen Rekord zu brechen“. Gemeint war, dass der 2:0-Sieg gegen die „Wölfe“ sein 456. Bundesligasieg war (addiert: als Spieler und Trainer). Damit überholte er Otto Rehhagel.

Im Kampf um die Europa League-Ränge konnte Hannover mittels des 1:0-Erfolges über Nürnberg Boden gut machen. Die auf den relevanten Plätzen rangierenden Teams aus Bremen und Leverkusen trennten sich 1:1 unentschieden, zumindest die Werkself geriet damit in Schlagdistanz der 96er.

André Schulin
Begegnungen
  1:0(1:0)  
  1:1(1:0)  
  1:2(0:2)  
  2:2(1:1)  
  3:1(2:0)  
  2:0(0:0)  
  1:4(1:0)  
  3:1(3:0)  
  0:3(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

28
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
438.700

Durchschnitt
48.744
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

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Nein, den Ball habe ich nicht mitgenommen. Ich muss jetzt erst einmal schauen, ob mein Wikipedia-Eintrag auf dem neuesten Stand ist.

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