Bundesliga

Erneuter Blitzstart der 05er und 96er

Entscheidend an Schalkes Kantersieg beteiligt: Klaas Jan Huntelaar
Wie in der vergangenen Saison starteten Mainz und Hannover mit zwei Siegen in die Punktspielserie. Anders als in der vergangenen Saison beanspruchten sie die Maximalausbeute jedoch in kleinerer Gesellschaft (damals fünf Teams). Aufsteiger Augsburg stellte Exklusivität in Sachen Remis her. Felix Magath und der VfL Wolfsburg hatten doppelten Grund zum Ärgern.

Dass in der Frühphase der Saison der Spielfluss noch durch Abstimmungsprobleme behindert wird, führten mehrere Übungsleiter als Erklärung durchwachsener Leistungen auf. „Wir sind noch auf dem Weg, uns zu finden“, meinte etwa Marco Kurz, dessen „Rote Teufel“ gegen den wackeren Aufsteiger FC Augsburg Mühe hatten, den Betzenberg-Druck zu entwickeln. Das 1:1 wurde beiden Teams gerecht. HSV-Coach Michael Oenning schwante nach dem schmeichelhaften 2:2-Unentschieden seiner Mannschaft gegen Hertha BSC gar länger anhaltendes Ungemach: „Ich glaube, dass die Phase des Findens bei meiner Mannschaft noch länger dauern wird“. Aber auch Holger Stanislawski, mit 1899 Hoffenheim 1:0-Bezwinger des BVB, sah noch Luft nach oben: „Wir müssen zusammenwachsen. Da sind wir gerade dabei“. Werder Bremen, durch ein spätes Billard-Tor mit 0:1 bei Bayer Leverkusen unterlegen (Thomas Schaaf: „Wir müssen uns ärgern, ärgern, ärgern“), reagierte umgehend und verabredete kurzfristig mit Zweitligist FC St. Pauli ein Testspiel für Dienstag, um auf Betriebstemperatur zu kommen.

Kein Trainer personifizierte den Ärger über das Geschehen auf dem Platz jedoch plakativer als Felix Magath. Der Wolfsburger Coach hatte allerdings auch Grund dazu. Im Spiel gegen den FC Bayern wurde den Gastgebern zunächst ein regulärer Treffer von Helmes aberkannt, und dann kassierte man in der Nachspielzeit durch Gustavo den Treffer zur 0:1-Niederlage. Gründliche Ernüchterung setzte beim 1. FC Köln ein. Die zarte Hoffnung auf ein ordentliches Spiel und Ergebnis wurde in den zweiten 45 Minuten in Gelsenkirchen zerrupft. „Die erste Halbzeit macht Mut für das Spiel gegen Kaiserslautern, aber es fällt momentan nicht leicht von einem positiven Gefühl zu sprechen“, kommentierte Abwehrspieler Christian Eichner die 1:5-Pleite.

Mit dem FSV Mainz und Hannover 96 setzten sich zwei Mannschaften an die Spitze der Tabelle, die in der vorigen Saison als Überraschungsteams gefeiert wurden. Sowohl die 05er (in Freiburg) wie auch die 96er (in Nürnberg) erzielten jeweils 2:1-Erfolge und unterstrichen dabei, dass ihnen in punkto Effektivität nichts abhanden gekommen war. Gleich dahinter platzierten sich zwei Klubs, die im vergangenen Jahr die Tiefenbereiche der Liga ausgelotet hatten: der VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach. „Helmut“ Cacau erzielte im direkten Duell dieser Ex-Kellerkinder mit seinem zweiten Saisontreffer das verdiente 1:1-Remis für die Stuttgarter Gäste. Im Torjägerranking war der Stuttgarter damit allerdings nur in der zweiten Reihe zu finden. Schalkes Klaas Jan Huntelaar und Augsburgs Mittelstürmer Sascha Mölders konnten jeweils schon drei Mal Torprämien kassieren.

André Schulin
Begegnungen
  5:1(1:1)  
  2:2(1:1)  
  1:2(0:2)  
  1:2(0:0)  
  1:0(1:0)  
  0:1(0:0)  
  1:1(0:0)  
  1:1(0:1)  
  1:0(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

23
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
350.200

Durchschnitt
38.911
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

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