Bundesliga

Zerbröselnde Spitzengruppe

Fixpunkt des Stuttgarter Offensivspiels: Martin Harnik
Die allgemein als stabilste Mitglieder der Spitzengruppe gesehenen Teams aus Dortmund und München konnten diese Einschätzung durch Siege bestätigen; Gladbach und Schalke schwächelten. Augsburg feierte den ersten Sieg nach sechs Spielen und kletterte auf Platz 15.

Marco Kurz musste ein bitteres Fazit ziehen: „Wir waren heute in keiner Phase in der Lage, die Partie offen zu gestalten.“ Kaiserslauterns klare 0:4-Niederlage beim FSV Mainz ließ die Pfälzer in der Tabelle noch einen weiteren Platz heruntersacken (Rang 17). Bemerkenswert im Lager der siegreichen 05er: Mohamed Zidan traf auch im vierten Spiel nach seiner Rückkehr, und brachte den Mainzer Erfolg in die Spur. Der 1. FCK war jedoch nicht der einzige Kellerklub, für den der 23. Spieltag einen enttäuschenden Ausgang nahm. Freiburg ging nach einer über weite Strecken ansprechenden Leistung mit 1:4 beim VfB Stuttgart unter und die Hertha erreichte nach der 0:3-Pleite beim FC Augsburg einen tabellarischen Tiefpunkt (Rang 16). „Es müssen jetzt alle begreifen, dass wir im Abstiegskampf sind“, vermisste Otto Rehhagel eine angemessene kämpferische Komponente seines neuen Teams. Ganz anders natürlich die Stimmung beim FCA, der sich nach Monaten erstmals von den Abstiegsrängen löste. „Es ist eine positive Momentaufnahme, die wir heute genießen können“, empfahl Jos Luhukay, bevor man sich der nächsten Aufgabe zuwende. Nicht ganz unerwartet musste sich der 1. FC Köln im Derby gegen Leverkusen den Gästen beugen. Derweil Bayer seinen Zugewinn an mannschaftlicher Kompaktheit nachwies - nicht zuletzt durch die Rückkehr Renato Augustos -, konnten die „Geißböcke“ ihren personellen Engpass nicht kompensieren.

Huub Stevens fasste die Essenz des Spitzenspiels treffend zusammen: „Bayern war heute die bessere Mannschaft und hat verdient 2:0 gewonnen.“ Frank Riberys dritter Doppelpack dieser Saison trug maßgeblich dazu bei, das Gefüge in der vierköpfigen Spitzengruppe zu verändern. Schalke, als einziges Team des Quartetts ohne jedweden Punktgewinn, verlor demzufolge den direkten Kontakt zu den Münchnern und behielt lediglich noch die drittplatzierten Gladbacher (1:1 gegen den Hamburger SV) in Reichweite. Dortmund verriet an der Tabellenspitze keine Schwäche und baute seinen Vorsprung auf den Zweiten - nunmehr die Bayern - dank des verdienten 3:1-Sieges gegen Hannover auf vier Zähler aus. „Es sind noch elf Spiele und 33 Punkte zu vergeben“, schmetterte Jürgen Klopp Fragen nach der Titelverteidigung ab.

Werder Bremen erlitt, wie im Vorjahr, eine Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg. „Uns hat ein Führungstor als Bestätigung gefehlt“, machte Thomas Schaaf als Knackpunkt dafür aus, dass Werder auch im dritten Heimspiel der Rückserie keinen Sieg im Weserstadion feiern durfte. In der Tabelle zog Leverkusen an den Grünweißen vorbei. Mit dem VfL Wolfsburg ging ein weiterer Nordklub auf eigenem Platz leer aus. Die Niedersachsen lieferten bei ihrer 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim obendrein noch eine schwache Vorstellung ab. „Das war eine verdiente Niederlage und das vielleicht schwächste Spiel in der Saison“, bestätigte Felix Magath. Und es war ein tiefer Sturz. Man tauschte den 8. Tabellenplatz, mit noch ordentlicher Perspektive auf die Europa League-Ränge, gegen Rang 13 ein.

André Schulin
Begegnungen
  1:1(1:0)  
  0:2(0:1)  
  4:1(2:1)  
  4:0(3:0)  
  1:2(0:1)  
  3:0(0:0)  
  0:1(0:0)  
  2:0(1:0)  
  3:1(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

26
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
423.400

Durchschnitt
47.044
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

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