Klare Konturen

Half entscheidend mit, Nürnberg dem Klassenerhalt näher zu bringen: Daniel Didavi
Dortmund wurde durch den Erfolg über den FC Bayern noch nicht Meister und Kaiserslautern war nach dem 20. sieglosen Spiel in Serie noch nicht abgestiegen - die Wahrscheinlichkeit beider Ereignisse vergrößerte sich jedoch erheblich. Die Zahl der potenziell höchst gefährdeten Abstiegskandidaten schrumpfte.

In den Schlussminuten des Topspiels erreichte der Spannungsbogen seine Höchstwerte, aber nur der BVB war anschließend in der Lage, den Verlauf des Ligagipfels zu genießen. Lewandowskis Hacke fungierte weichenstellend für eine erfolgreiche Titelverteidigung der Schwarzgelben, mit nunmehr sechs Zählern Vorsprung gegenüber dem Rivalen. Schalke hatte es in eigenen Händen, von Gladbachs Punkteteilung in Bremen zu profitieren. Der überraschend deutliche 4:1-Sieg der Nürnberger über die „Knappen“ setzte die Vorentscheidung über Platz drei jedoch noch aus. Stuttgart, Leverkusen und Hannover empfahlen sich mit ihren jeweiligen Siegen als erste Anwärter auf die Europa League-Ränge. Den 96ern gelang es mit dem 2:0-Heimsieg über Wolfsburg einen direkten Konkurrenten zu distanzieren. „Es war ein ganz wichtiges Duell“, sprach Mirko Slomka dem Niedersachsen-Derby hohe Bedeutung zu. Felix Magath musste sich mit der Vergabe von ordentlichen Haltungsnoten begnügen: „Das Ergebnis spricht für Hannover, das Spiel für uns.“

Die Resultate des 30. Spieltags sprachen - auf die Abstiegssituation bezogen - für Freiburg, Nürnberg und Mainz. Diesen drei Klubs gelang es, sich einen beruhigenden Punktepuffer auf den gefährdeten Tabellenbereich anzueignen. Freiburg (2:1 in Berlin) und Mainz, mit dem 4:0-Kantersieg gegen Köln, erhöhten den Wert ihrer Erfolge dadurch, dass sie direkte Konkurrenten schlugen. Für den Tabellenletzten aus Kaiserslautern erledigte sich wohl die Restchance; auch Derstroffs schöner Volleytreffer bei der 1:3-Niederlage in Leverkusen konnte nicht kaschieren, dass es zappenduster um die Aussichten auf den Klassenerhalt der Pfälzer wurde. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir diese Saison noch gewinnen“, hoffte Krassimir Balakov dann auch lediglich nur noch darauf, die fatale Serie von sieglosen Spielen (derzeit 20) noch während dieser Spielzeit zu beenden. Neben den so gut wie abgestiegenen Pfälzern verringerte sich das Feld der meist gefährdeten Teams auf das Quartett Hertha (27 Punkte), Köln (29), Augsburg (30) und Hamburg (31). Einen mental und sportlich gefestigten Eindruck vermittelten davon noch Aufsteiger FC Augsburg und mit Einschränkungen die Berliner, derweil der HSV beim 0:4 in Hoffenheim und die Kölner bei ihrer ebenso deutlichen Pleite in Mainz nicht den Erstligaanforderungen genügten. „Ich habe nicht viel Positives von meiner Mannschaft gesehen“, sprach der ernüchterte HSV-Coach Thorsten Fink und FC-Übungsleiter Stale Solbakken riskierte lieber einen Blick auf andere Spielstätten, um etwas Positives zu erspähen: „Wir hatten Glück mit den anderen Ergebnissen.“

André Schulin

Bundesliga - 30. Spieltag

Dienstag, 10.04.2012
1:018'
1:152'
1:266'
2:274'
Weserstadion (Bremen) · Zuschauer: 42100 · Schiedsrichter: Marco Fritz
1:019'
3:037'
4:054'
Opel Arena (Mainz) · Zuschauer: 34000 · Schiedsrichter: Dr. Felix Brych ( München )
1:05'
1:124'
1:234'
1:384'
WWK ARENA (Augsburg) · Zuschauer: 30600 · Schiedsrichter: Guido Winkmann
0:17'
Hubnik (ET)
0:268'
1:281'
Olympiastadion (Berlin) · Zuschauer: 45800 · Schiedsrichter: Peter Gagelmann
Mittwoch, 11.04.2012
2:077'
AWD-Arena (Hannover) · Zuschauer: 43800 · Schiedsrichter: Peter Sippel
1:142'
2:157'
3:169'
BayArena (Leverkusen) · Zuschauer: 25600 · Schiedsrichter: Felix Zwayer ( Berlin )
2:025'
3:051'
WIRSOL Rhein-Neckar-Arena (Sinsheim) · Zuschauer: 27000 · Schiedsrichter: Markus Wingenbach
1:026'
2:037'
3:045'
3:185'
4:187'
Max-Morlock-Stadion (Nürnberg) · Zuschauer: 44000 · Schiedsrichter: Florian Meyer ( Burgdorf )
Signal Iduna Park (Dortmund) · Zuschauer: 80700 · Schiedsrichter: Knut Kircher

Ich muss wohl nachts mit 100 Stundenkilometern durch Nürnbergs Altstadt fahren, um überhaupt mal zu Punkten zu kommen.

— Nürnbergs Präsident Michael A. Roth.