Bundesliga

Titelträger mit meisterlicher Serie

Alter und neuer Meistercoach: Jürgen Klopp
Die Schwarzgelben waren das einzige Heimteam des Spieltags, das dem eigenen Publikum einen Sieg präsentieren konnte. Das passte ganz gut, um gemeinsam mit den Fans die Titelverteidigung zu feiern. Kleiner war die anwesende Fangemeinde der Lauterer, die in Berlin das Ende einer grausamen Serie feierten - und den Abstieg wegzustecken hatten.

Wie in der vergangenen Saison, diesmal noch mit der Rekord-Serie von 26 ungeschlagenen Bundesligapartien im Rücken, feierte Borussia Dortmund am 32. Spieltag vorzeitig die Meisterschaft. „Dafür gibt es keine Worte“, behauptete der Bierduschen-erprobte Jürgen Klopp, übte sich entgegen seiner Aussage jedoch gleich anschließend darin, den Erfolg der Elf zu beschreiben. Irgendwann landete er bei: „Das ist schon verrückt, was wir machen.“ Mehr als verrückt war auch, dass die zuvor 21 Spiele lang sieglosen Lauterer ausgerechnet dann den sich abzeichnenden Abstieg verbrieft bekamen, als sie die fatale Serie mit einem 2:1-Erfolg in Berlin beendeten. „Wir werden in der 2. Liga angreifen, werden attraktiven und kämpferischen Fußball anbieten, so wie es die Fans sich wünschen und es verdienen und wir werden wiederkommen“, hielt sich Krassimir Balakov nicht lange mit nutzlosem Wehklagen auf.

Weitere unverrückbare Entscheidungen: Dem FC Bayern war nach dem 2:1-Auswärtssieg in Bremen der zweite Platz nicht mehr zu nehmen, Stuttgart genügte das 1:1-Unentschieden in Köln um seine Europapokalteilnahme wasserdicht zu machen und für drei weitere Klubs - Nürnberg, Mainz und Freiburg - war der Klassenerhalt vorzeitig gesichert. Dem Hamburger SV gereichte das 1:1 in Nürnberg dazu, die Möglichkeit eines direkten Abstieges auszuschalten. „Jetzt können wir nächste Woche im Heimspiel alles klar machen“, hoffte Thorsten Fink darauf, das Zittern an der Elbmetropole endgültig zu beenden. Auch für den FC Augsburg vergrößerte sich nach dem 1:1 gegen Schalke die Wahrscheinlichkeit, erstklassig zu bleiben. „Wir wollen nach dem 34. Spieltag in den Urlaub“, umschrieb Jos Luhukay den Willen des Aufsteigers, nicht mehr in die Relegationsspiele gehen zu müssen. Diese Bürde würde Hertha BSC vermutlich mit Kusshand annehmen. Die ohnehin vage Hoffnung, noch den 15. Platz erreichen zu können, wurde durch die trostlose 1:2-Heimpleite gegen Kaiserslautern abrupt gekappt. Den zwei Punkte entfernten 1. FC Köln abzufangen blieb die einzige realistische Option der Berliner - gleichwohl der ansprechende Auftritt der „Geißböcke“ beim 1:1 gegen Stuttgart aufzeigte, dass die Kölner in einer weitaus besseren Verfassung waren. „Wir wollten gewinnen, das hätten wir auch gekonnt“, durfte Frank Schaefer zurecht behaupten.

André Schulin
Begegnungen
  0:0(0:0)  
  1:1(0:0)  
  1:2(0:2)  
  1:1(0:0)  
  1:2(0:0)  
  0:1(0:0)  
  2:0(1:0)  
  1:1(1:1)  
  0:0(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

15
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
408.200

Durchschnitt
45.356
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

News zum Spieltag

Wir lassen mal auf dem Trainingsplatz die Tore weg. Vielleicht werden die Jungs dann zielstrebiger.

— Herthas Trainer Pal Dardais Reaktion auf eine Serie von vier Partien ohne Tor der Berliner