Bundesliga

Hoffen auf den Fußball-Gott

Spielte eine bemerkenswerte Torvorlage: Daniel Caligiuri
Die ersten vier Ränge waren nach dem vorletzten Spieltag vergeben, die Europa-League-Plätze blieben jedoch vakant. Augsburg und der HSV gelangten ans rettende Ufer, Köln und Hertha blieben im Alarmzustand.

Beim letzten Saisonspiel vor eigenem Publikum gaben vielerorts die Vereine scheidenden Spielern die Chance, sich von den Fans zu verabschieden. In Leverkusen war es, gemeinsam mit Rene Adler, Michael Ballack, der langjährige Kapitän der Nationalmannschaft, dessen Bundesligakarriere ausklang. Wer sich neben Kaiserslautern auf direktem Weg aus der Liga verabschieden musste, wurde noch nicht geklärt. Klarheit stellte sich jedoch darüber ein, dass nur noch Hertha BSC und der 1. FC Köln in der Lostrommel verblieben. Hamburg (gegen Mainz) und Augsburg (in Mönchengladbach) genügte jeweils ein torloses Unentschieden, um sich endgültig von der Bruchkante zu entfernen. „Das ist ein 0:0, über das man sich freuen kann“, bewertete Thorsten Fink dann auch zuvorderst nur die Rettung des „Dinos“. FCA-Coach Jos Luhukay freute sich, dass der in nahezu allen Prognosen als sicherer Absteiger gehandelte Bundesliganeuling die Herausforderung bestand: „Es ist großartig, was die Mannschaft geleistet hat, wir sind sehr froh und ein Stück weit stolz“. Dass man sich bereits vor der letzten Runde gesichert hatte, lag allerdings auch an den Niederlagen der Berliner und Kölner.

Der FC hielt beim Gastspiel in Freiburg lange Zeit alles offen. Der spektakuläre 2:1-Treffer der Breisgauer leitete jedoch die dann folgende, klare Niederlage ein: Caligiuri haute fast von der linken Außenlinie einen weiten, aus dem Mittelfeld kommenden Ball volley in den Kölner Strafraum, den Guede, ebenfalls direkt, ins Netz schoss. Hertha BSC ging auf Schalke sang- und klanglos 0:4 unter. Trotzdem könnten die Berliner, einen Heimsieg gegen Hoffenheim im letzten Spiel vorausgesetzt, die Relegation noch schaffen. „Der Fußball-Gott hat gesagt: Komm, ich geb´ euch noch eine Chance“, umschrieb Otto Rehhagel diese allerletzte Möglichkeit. Sollte Köln jedoch zeitgleich den FC Bayern bezwingen, wäre alles Berliner Bemühen vergebens.

Der Fußball-Gott ist, laut FCN-Coach Dieter Hecking, jedoch nicht nur für den unteren Tabellenbereich zuständig: „Vielleicht fallen wir noch von Platz zehn auf sieben. Mal sehen, was der Fußball-Gott noch in seiner Tüte hat“. Ursache für Heckings launige Bemerkung war, dass Nürnberg nach seinem 3:2-Erfolg in Hoffenheim tatsächlich rechnerisch noch auf Europa-League-Rang sieben spekulieren durfte. In der besten Ausgangslage dafür verblieb jedoch Hannover 96, trotz der knappen 0:1-Niederlage in Leverkusen. Wolfsburg rückte durch den Sieg gegen Bremen näher an die 96er heran. Im Rennen um Platz fünf fiel Stuttgart aufgrund der Niederlage beim FC Bayern einen Zähler hinter Leverkusen zurück. In der Pfalz blieb es Absteiger Kaiserslautern verwehrt, wenigstens mit einem Rückserien-Heimsieg aus der Liga zu scheiden. Der Gegner war allerdings kein Geringerer als Meister Borussia Dortmund dessen 5:2-Sieg das 27. Spiel in Folge ohne Niederlage markierte.

André Schulin
Begegnungen
  4:0(1:0)  
  0:0(0:0)  
  4:1(1:0)  
  2:0(1:0)  
  2:3(1:2)  
  0:0(0:0)  
  1:0(0:0)  
  3:1(1:1)  
  2:5(1:3)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

28
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
400.700

Durchschnitt
44.522
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

News zum Spieltag

Wir machen ein Tischtennis-Turnier, und der Beste spielt.

— Marco Bode über den Konkurrenzkampf in der deutschen Nationalmannschaft während der WM 2002