Bundesliga

Das Establishment schlägt zurück

Für ihn läuft es besser als erwartet: Markus Rosenberg
Ein Tabellenbild, jedenfalls an der Spitze, das so in etwa fast ein Jahrzehnt lang repräsentativ für die Liga war: Der FC Bayern vor Schalke und Bremen. Mit jeweils neun Punkten auf dem Konto verdrängte dieses Trio die „Überraschungsmannschaften“ vom Sonnendeck - allerdings noch nicht nachhaltig.

Hannover, als Viertplatzierter, unterstrich nach frühem Rückstand im Spiel gegen Mainz seine Fähigkeit, einen spielstarken Gegner bändigen zu können. Am Ende waren die „Roten“ einem Sieg näher und in dieser Form weiterhin ein Kandidat für vordere Platzierungen. Mönchengladbach musste auswärts zwar Schalkes Überlegenheit anerkennen (Lucien Favre: „Schalke war klar besser, das müssen wir akzeptieren“), deutete mit einem Zugewinn an Kompaktheit aber doch an, dass der tiefe Fall der vorigen Saison ein Ausrutscher gewesen sein könnte. Ein zwar torloses aber hochklassiges Duell lieferten sich Meister Dortmund und Vize Leverkusen. Die jeweilig eingefahrenen sieben Zähler hielten auch die beiden Topteams des Vorjahres in Schlagweite zur Tabellenspitze.

Drei Mannschaften feierten am vierten Spieltag ihren ersten Saisonsieg: Der SC Freiburg, der den VfL Wolfsburg unerwartet deutlich mit 3:0 abfertigte; die Berliner Hertha, deren knapper 1:0-Erfolg über Stuttgart die erschreckende Serie von 17 sieglosen Bundesligaheimspielen kappte und der 1. FC Köln, der mit seinem 4:3-Sieg in Hamburg den wohl spektakulärsten Beitrag zum Spieltag lieferte. Stale Solbakkens Akklimatisierung bei den Domstädtern nahm Form an: „Wir haben eine typische Kölner Woche hinter uns mit einem guten Ende“, kommentierte er die wahnwitzige Achterbahnfahrt. Wenn, wie oft berichtet, die Spieler Solbakkens System noch nicht ganz verinnerlicht haben sollten, so scheint zumindest der Norweger die Mentalität der Kölner verstanden zu haben. Vollkommen unrund und besorgniserregend blieb die Lage beim HSV. „Das ist ein härterer Nackenschlag als die Niederlage gegen die Bayern“, sah Michael Oenning zumindest davon ab, die Sache schönzureden.

Positive Schlagzeilen mittels ihrer Torerfolge sicherten sich Akteure, deren Stammplätze zu Saisonbeginn nicht gesichert waren: Herthas Raffael sowie die Bremer Arnautovic und Rosenberg. Auch der Nürnberger Alexander Esswein, bislang nur mit Teilzeiteinsätzen betraut, betrieb beste Eigenwerbung mit seinem sehenswerten Treffer, der Nürnberg den knappen 1:0-Erfolg über Augsburg bescherte. Erfolgreichster Goalgetter des Spieltags war allerdings Mario Gomez, dessen drei Treffer alle von Müller eingefädelt wurden.

André Schulin
Begegnungen
  1:0(0:0)  
  3:4(1:1)  
  1:0(0:0)  
  3:0(2:0)  
  0:3(0:1)  
  1:2(1:1)  
  0:0(0:0)  
  1:1(1:1)  
  1:0(0:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

21
gesamt

Torverteilung

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Zuschauer
Gesamt
377.500

Durchschnitt
41.944
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

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