Bundesliga

Tabellenführer im Torrausch

Arbeitete kräftig an Hoffenheims ersten Sieg gegen Mainz mit: Ryan Babel
Hertha beendete Dortmunds lange Heimserie, Hoffenheim bezwang erstmals Mainz in der Bundesliga und Hannover kassierte seine erste Saisonpleite. Allen voran entschwebte Tabellenführer FC Bayern mit einem 7:0-Kantersieg, nur Werder hielt punktgleich Schritt.

„Das war eine richtig schwache Leistung“, konstatierte Mirko Slomka. Seine 96er waren beim VfB Stuttgart mit 0:3 unterlegen; die viel gerühmte Effizienz der „Roten“ blieb im Verborgenen. Damit hatte am fünften Spieltag auch der letzte Bundesligist seine erste Saisonniederlage auf dem Konto. Mit Augsburg, Kaiserslautern und dem Hamburger SV verblieben auf der anderen Seite noch drei Teams im Klassement, deren Warten auf den ersten Dreier anhielt. Für Aufsteiger FCA war das Kaliber Leverkusen trotz langer Gegenwehr eine Nummer zu groß, Kaiserslautern fehlte die Durchschlagskraft, um aus Gladbach etwas Vorzeigbares mitzunehmen und der Hamburger SV traf auf einen hanseatischen Rivalen, dessen ansteigende Formkurve sich auch in der Tabelle niederschlug: Punktgleich hinter dem FC Bayern schob sich Bremen nach dem 2:0-Heimerfolg im 95. Nordklassiker auf Rang zwei vor. „Wir fangen an, richtig Fußball zu spielen“, freute sich Thomas Schaaf über die Entwicklung. Laut Jupp Heynckes („Wir wissen alle, dass wir uns weiter steigern müssen“) könnte auch der Münchner Tabellenführer noch eine Schippe draufpacken - den 0:7 unter die Räder gekommenen Freiburgern war zumindest an diesem Tag der Rekordmeister schon um Längen überlegen, was Marcus Sorg überhaupt nicht in Zweifel zog: „Die Niederlage ist hoch verdient, auch in dieser Höhe.“

„Es fühlt sich nicht so an wie das Ergebnis, das auf dem Zettel steht“, hatte hingegen FSV-Coach Thomas Tuchel Probleme, die deutliche 0:4-Heimpleite - die erste Bundesliga-Niederlage der Mainzer gegen Hoffenheim - zu verstehen. Gästecoach Holger Stanislawski war mit der Leistung seiner Schützlinge zwar nicht ganz einverstanden, nahm das Ergebnis jedoch gern mit. Dass Hertha BSC in überzeugender Manier alle drei Punkte aus Dortmund mitnahm, zählte zu den großen Überraschungen des Spieltages. Nach 18 Spielen ohne Niederlage im eigenen Stadion bissen sich die Schwarzgelben an der kompakten Defensive der Gäste, die zudem brandgefährlich konterten, die Zähne aus. „Hertha ist ein verdienter Sieger“, erkannte Jürgen Klopp die 1:2-Niederlage an.

In den beiden Sonntagsspielen, dem 2:1-Sieg der Nürnberger in Köln und dem 2:1-Heimsieg Wolfsburgs über Schalke, ging es intensiv zur Sache. Nürnbergs Coach Dieter Hecking erklärte launig, wie er seine Elf für das Gastspiel in Köln motivierte: „Ich habe vor dem Spiel eine Statistik gesehen, dass ich hier noch nie gewonnen habe. Ich habe der Mannschaft gesagt, die hätte ich gerne ausradiert“. Der Club hatte die Partie weitgehend im Griff und FC-Übungsleiter Stale Solbakken äußerte seinen Unmut: „Nach zwei guten Leistungen war das ein Schritt zurück“. Schalke gab seine Vorteile aus der Hand. „Diese Niederlage war unnötig“, ärgerte sich Ralf Rangnick, da Wolfsburgs kämpferisches Plus den Niedersachsen einen 2:1-Sieg bescherte, der sich zunächst nicht abzeichnete. „Da wir am Ende etwas mehr in das Spiel investiert haben als Schalke, haben wir auch am Ende verdient gewonnen“, bilanzierte abschließend Felix Magath.

André Schulin
Begegnungen
  1:4(1:2)  
  1:2(0:0)  
  7:0(3:0)  
  0:4(0:2)  
  3:0(1:0)  
  1:0(0:0)  
  2:0(0:0)  
  1:2(1:2)  
  2:1(1:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
167
Tore gesamt
875
Tore pro Spiel
2,86
  •  1,66 Heim
  •  1,20 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

34 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

31
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
433.600

Durchschnitt
48.178
Tore pro Spieltag in der Saison 2011/2012

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Was nützt die schönste Viererkette, wenn sie anderweitig unterwegs ist.

— Johannes B. Kerner