Lebhafter Neustart

Zweimal zur Stelle, um Augsburgs Hoffnungen zu festigen: Sascha Mölders
Neue Akzente im Abstiegskampf, überzeugende Vorstellungen der Bayern-Verfolger Leverkusen und Dortmund, erfolgreiche Trainerdebüts und eine Torflut im Freitagsspiel: Der Rückserienstart enttäuschte nicht.

Die Wiederaufnahme des Punktspielbetriebs nach der kurzen Winterpause war durchaus dazu angetan, als Warnschuss, Bestätigung oder Hoffnungssignal aufgefasst zu werden. Zunächst einmal musste keiner der vier neuen Cheftrainer eine Niederlage kommentieren. Dieter Hecking feierte bei seinem Einstand in Wolfsburg einen 2:0-Erfolg über Stuttgart, den der Ex-Nürnberger korrekt einordnete („Ein etwas glücklicher Sieg …“). Michael Wiesinger, Heckings Nachfolger beim Club, konnte eine glückliche 1:1-Punkteteilung gegen den Hamburger SV miterleben, derweil auch Hoffenheims neuer Taktgeber, Marco Kurz, mit einem Remis (0:0 gegen Gladbach) einstieg. Jens Kellers Bundesligadebüt als Schalke-Coach dürfte einen gewissen Erinnerungswert haben. „In so einer Situation sitzt man als Trainer draußen und weiß nicht, wie man das alles bewerten soll“, sprach Keller von den Wechselbädern, die er sich während des 5:4-Spektakels gegen Hannover einfing.

Die fünf Gegentreffer der 96er lagen Mirko Slomka schwer im Magen („Wir haben leider wahnsinnig viele individuelle Fehler gemacht …“). Alle guten Vorsätze, sich auswärts und defensiv besser als in der Hinrunde zu verkaufen, erlitten einen Rückschlag. Fünf Tiefschläge im Heimspiel gegen Borussia Dortmund verhagelten auch den Bremern die Laune. „Die Mannschaft sitzt in der Kabine und ist genau so wütend wie ich. Wütend über die Situation, wütend über das Spiel, wütend über die eigene Leistung“, äußerte sich Thomas Schaaf zum verkorksten Rückserienstart. Den Schwarzgelben kam dieser Kantersieg gerade recht, um ihre Ansprüche auf zumindest die Vizemeisterschaft zu unterstreichen. Die gleiche Zielvorgabe konnte aber auch Bayer Leverkusen ausrufen. Im Spiel gegen Frankfurt, das wegen Feuerwerks aus dem Eintracht-Block für mehrere Minuten unterbrochen wurde, zeigte Bayer in seiner starken Phase auch die Qualität, mit Treffern eine Vorentscheidung zu erzwingen. Mainz und Freiburg büßten durch die Nullnummer im direkten Vergleich tabellarisch zwar etwas Boden ein, verloren über die Winterpause jedoch nicht jene Kompaktheit, die ihnen ihre guten Platzierungen verschafft hatte.

Die drei am Ende des Klassements rangierenden Mannschaften starteten unterschiedlich. Greuther Fürth kassierte als einziger Teil des abgeschlagenen Trios eine Niederlage, was als Gast beim souveränen Tabellenführer FC Bayern indes nicht anders zu erwarten war. Mike Büskens: „Was wir aus diesem Spiel mitnehmen, was uns Zuversicht gibt, ist die Tatsache, dass wir als Mannschaft trotz der vielen Ausfälle funktioniert haben.“ Der FC Augsburg konnte neben der gewachsenen Zuversicht auch noch drei Punkte verbuchen - der 3:2-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf verkürzte den Rückstand zu den auf Relegationsrang 16 platzierten Hoffenheimern auf einen Zähler.

André Schulin

Bundesliga - 18. Spieltag

Freitag, 18.01.2013
1:044'
2:049'
2:259'
3:264'
4:267'
4:368'
5:388'
VELTINS-Arena (Gelsenkirchen) · Zuschauer: 60800 · Schiedsrichter: Deniz Aytekin ( Oberasbach )
Samstag, 19.01.2013
1:026'
2:061'
Allianz Arena (München) · Zuschauer: 71000 · Schiedsrichter: Markus Schmidt
1:031'
2:033'
3:058'
3:179'
BayArena (Leverkusen) · Zuschauer: 28800 · Schiedsrichter: Wolfgang Stark ( Landshut )
1:051'
2:067'
Volkswagen Arena (Wolfsburg) · Zuschauer: 24100 · Schiedsrichter: Dr. Felix Brych ( München )
0:19'
0:219'
0:348'
Weserstadion (Bremen) · Zuschauer: 42100 · Schiedsrichter: Knut Kircher
Sonntag, 20.01.2013
0:170'
1:175'
Max-Morlock-Stadion (Nürnberg) · Zuschauer: 42600 · Schiedsrichter: Tobias Welz ( Wiesbaden )
0:140'
0:245'
0:371'
1:373'
2:390'
ESPRIT arena (Düsseldorf) · Zuschauer: 40600 · Schiedsrichter: Manuel Gräfe ( Berlin )

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