Bundesliga 2012/2013 - 18. Spieltag - Sa., 19.01.2013 - 15:30 Uhr
3:1
HZ - 2 : 0

Doppelpack-Antwort nach Pyro-Pause

Traf zum wichtigen 1:0: Sebastian Boenisch

Traf zum wichtigen 1:0: Sebastian Boenisch

Traf zum wichtigen 1:0: Sebastian Boenisch

Gut sah es aus für die Frankfurter Eintracht, bis die Partie gegen Bayer Leverkusen wegen Einsatzes von Pyrotechnik unter den hessischen Anhängern im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Bruch kam. Bayer gelang zuerst ein Doppelpack, nach einer Stunde das dritte Tor, womit die Begegnung praktisch entschieden war.

Das Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Eintracht Frankfurt war nicht nur eine Begegnung zwischen zwei Teams, die drei Punkte wollten, um weiter oben dran zu bleiben, sondern vor allem ein Duell der Torjäger. Kießling (Bayer, 12 Saisontore) und Meier (Eintracht, 11) waren in der Hinrunde die jeweils treffsichersten Akteure ihrer Teams, was ihnen zwar die Spitze der Torjägerliste einbrachte, nicht aber die Nominierung in den erlauchten Kreis der Nationalmannschaft. Deren Trainer Joachim Löw saß in Leverkusen immerhin auf der Tribüne und sah, wie sich Frankfurt zu Beginn Feldvorteile verschaffte. Noch bevor es allerdings zu ernsthaften Torchancen kommen konnte, brachten einige Pyromanen im Gästeblock Feuer in die Partie. Da die Feuerwerkskörper auch auf den Platz flogen, unterbrach Schiedsrichter Stark das Spiel und schickte beide Mannschaften in die Kabinen (16.). Die kurze Pause bekam vor allem Leverkusen gut, die nach Wiederanpfiff wenige Minuten später nun endlich auch aktiver am Geschehen teilnahmen; hochklassiger wurde das Aufeinandertreffen dadurch aber zunächst kaum. Nach rund einer halben Stunde fiel dann aber Boenisch, erst seit November Teil der Werkself, der schlechte Abwehrversuch nach einem Bayer-Eckball vor die Füße. Der polnische Nationalspieler fackelte nicht lange und drosch die Kugel zu seinem erst zweiten Bundesligatreffer in die Maschen (31.). Dass es auch ohne Gewalt geht, zeigten die Leverkusener nur zwei Minuten später: Schürrle schickte mit einem tollen Pass Castro auf die Reise, Kießling ließ im Abseits stehend clever passieren und kreuzte, sodass die beiden Offensivspieler regelkonform allein auf Keeper Trapp zuliefen. Castro spielte uneigennützig quer und Kießling hatte wenig Mühe, zu seinem nunmehr 13. Saisontreffer einzuschieben. Bayer erhöhte danach weiter den Druck, mehr als ein Schlenzer von Rolfes, der knapp über die Latte ging (41.), kam dabei zunächst allerdings nicht heraus.

Nach dem Seitenwechsel drängte die Eintracht auf dem Anschlusstreffer, Leverkusen verwaltete die Führung und setzte auf Konter. Kaum verwunderlich also, dass Bayers drittes Tor nach einem ebensolchen Tempogegenstoß fiel. Meier verlor den Ball im Mittelfeld an Kießling, der in den Strafraum vordrang und dort quer legte. Der Pass landete zunächst im Rücken von Schürrle und die Situation schien ungefährlich, aber der Nationalspieler agierte frech und schoss die Kugel aus spitzem Winkel hoch in die kurze Ecke (58.). Frankfurts Trainer reagierte und tauschte seinen Stürmer aus. Matmour ging vom Feld, Occean betrat den Rasen und hatte gleich die bis dato beste Chance zum Anschlusstreffer. Per Kopf setzte er den Ball aber nur an den Pfosten, von dort an Keeper Leno und erneut an den Pfosten – im Tor landete das Spielgerät aber nicht (67.). Besser machte es dann neun Minuten vor dem Ende sein Kollege Meier. Von Aigner bedient, hatte er im Strafraum alle Zeit der Welt und setzte den Ball mit der Innenseite gekonnt in die lange Ecke. Mehr als das 3:1 ließ die Werkself nicht mehr zu und sicherte sich dank einer Leistungssteigerung nach der Spielunterbrechung verdiente drei Punkte.

Lisa Ramdor
Aufstellungen
Bayer Leverkusen
Eintracht Frankfurt

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