Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

ESPRIT arena (Düsseldorf) · Zuschauer: 29.999 · Schiedsrichter: Günter Perl

» Rückspiel: M'gladbach - Düsseldorf 2:1

Wenig Torreifes

Besaß die beste Chance auf ein Tor: Martin Stranzl
Der DFB hatte zunächst als Strafe für den Platzsturm der Fortuna-Fans im Relegationsspiel ausgesprochen, dass das Rheinderby gegen Mönchengladbach ohne Zuschauer stattfinden sollte. Später reduzierte der Verband das Strafmaß. Die Düsseldorfer durften zumindest 30 000 Zuschauer in die Arena lassen. Das Publikum war da, dafür fehlten die Tore.

Trotz der guten Leistung im Champions-League-Play-off-Rückspiel bei Dynamo Kiew (2:1) verordnete der Gladbacher Trainer Favre seiner Mannschaft ein neues taktisches System (4-2-3-1 statt 4-4-2). Für einen Spielmacher (Cigerci) musste der zweite Stürmer (zuletzt Hanke) auf die Bank. Nicht nur der neue Zehner Cigerci erwischte mit dem ersten Torschuss nach gleich zwanzig Sekunden einen guten Start in die Partie, sondern auch die restliche Elf vom Niederrhein. Nach zwei Minuten jagte Stranzl den Ball übers leere Tor, zuvor hatte sich Fortuna-Torwart Giefer bei einem gegnerischen Einwurf verschätzt. Und der Düsseldorfer Schlussmann sah auch wenig später nicht besonders glücklich aus, als er einen Schuss von Nordtveit aus etwa 40 Metern nicht festhalten konnte. Zum Glück für die Fortuna war kein Gladbacher zur Stelle, um den Abpraller zu verwerten (4.). Ein früher Treffer für die Borussia hätte den Charakter des Spiels verändert. Stattdessen legten die nordrhein-westfälischen Landeshauptstädter ihre Anfangsnervosität ab, und damit nahmen die Torraumszenen ab. Denn die Fortunen stabilisierten sich in der Defensive und stellten die Passwege für den Gegner zu. Die Borussia tat sich wie schon im bisherigen Saisonverlauf gegen Mannschaften schwer, die in der Defensive kompakt standen und kaum Räume anboten. Nach drei Möglichkeiten in den ersten vier Minuten besaßen die Fohlen in der restlichen ersten Halbzeit nur eine gute Gelegenheit. Der bislang glücklose Stürmer de Jong scheiterte mit seinem Volleyschuss an Giefer (29.). Während die Borussia zumindest gewillt war, ein Tor zu erzielen und die eindeutig dominierende Mannschaft darstellte, wollten die Düsseldorfer erst einmal lediglich Gegentreffer verhindern. Wenn die Fortuna den Ball hatte, war sie vor allem um Sicherheit bedacht. Nachdem die Hausherren in der Anfangsphase festgestellt hatten, dass lange Bälle auf ihre Angreifer Reisinger und Voronin kein probates Mittel waren, versuchten sie immerhin, mit mehr als zwei Mann zu stürmen.

In der zweiten Halbzeit riskierten die Gastgeber mehr nach vorne. Torchancen besaß zunächst weiterhin lediglich die Borussia - wenn auch nur nach Distanzversuchen. Cigercis Fernschuss flog ohne jedwedes Zutun am Tor vorbei (47.), bei dem Versuch von Arango musste Giefer dagegen eingreifen (51.). Mit zunehmender Spieldauer wirkten die Borussen aber müde und konnten nicht mehr alle Wege mit nach hinten zurücklegen. Deswegen ließen sie sich zurückfallen und vermehrt den Gegner das Spiel machen. Die Fortuna bekam in der Schlussphase Oberwasser, verfügte im Angriff allerdings über zu wenig Präzision. Bis auf den eingewechselten Doppeltorschützen aus der Vorwoche, Schahin, sorgte kein Düsseldorfer mehr in der letzten halben Stunde für Torgefahr. Der Neuzugang von Greuther Fürth hätte wie in der Vorwoche zweimal treffen können, jedoch traf er einmal das Außennetz (63.), und ein anderes Mal köpfte er die Kugel übers Tor (78.). Damit blieb es bei der Punkteteilung im rheinischen Derby.

Senthuran Sivananda
Spieltag

2. Spieltag

Freitag, 31.08.2012 Mainz0:1 Fürth
Samstag, 01.09.2012 Schalke3:1 Augsburg
Samstag, 01.09.2012 Leverkusen2:0 Freiburg
Samstag, 01.09.2012 Bremen2:0 Hamburg
Samstag, 01.09.2012 Nürnberg1:1 Dortmund
Samstag, 01.09.2012 Hoffenheim0:4 Frankfurt
Samstag, 01.09.2012 Düsseldorf0:0 M'gladbach
Sonntag, 02.09.2012 Wolfsburg0:4 Hannover
Sonntag, 02.09.2012 Bayern6:1 Stuttgart

„Die Lauterer haben versucht Fußball zu spielen. Aber sie haben das Problem, dass sie das Fußballspielen nicht können.”

— Giovannie Elber