Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Veltins-Arena (Gelsenkirchen) · Zuschauer: 60.582 · Schiedsrichter: Daniel Siebert

» Rückspiel: Augsburg - Schalke 0:0

1:0 Papadopoulos (32.)
2:0 Jones (46.)
3:0 Huntelaar (72.)
3:1
(1:0)

Gnadenlos effektive Schalker

Der Umworbene sorgte für das 1:0: Kyriakos Papadopoulos
Der Heimsieg der Spitzenmannschaft aus Schalke gegen den Abstiegskandidaten aus Augsburg kam nicht so souverän zustande, wie es das Ergebnis vielleicht ausdrücken mag. Die Augsburger Defensive verlangte viel von der Schalker Offensive, die lediglich mit einer äußerst effektiven Chancenverwertung überzeugen konnte.

Die Schalker Torhüterproblematik setzte sich auch in der neuen Saison fort. Nachdem die Knappen in der vergangenen Spielzeit vier verschiedene Schlussmänner verschlissen hatten, gab es am zweiten Spieltag der Saison 12/13 bereits die zweite Nummer eins. Weil sich der bisherige Stammkeeper Hildebrand im Abschlusstraining das Knie verdreht hatte, durfte diesmal Unnerstall das Tor hüten. Doch der neue, alte Torwart bekam fast 80 Minuten lang nichts zu tun. Zwar waren die Gäste aus Augsburg in der ersten halben Stunde die bessere Mannschaft und gaben sogar viel mehr Torschüsse als der Favorit ab, aber kaum einer davon erreichte das Tor. In der Defensive standen die bayerischen Schwaben zumindest diszipliniert, so dass sich die Königsblauen schwer taten, eine Lücke in der gegnerischen Abwehr zu finden. Es war bezeichnend, dass eine Standardsituation die Knappen in Führung brachte. Nach einer Ecke stieg Schalkes Innenverteidiger Papadopoulos höher in die Luft als sein gegnerisches Pendant Langkamp und wuchtete den Ball ins gegnerische Gehäuse (33.). Fast wäre der Treffer nicht zustande gekommen. Denn unter der Woche schien es noch so, als würde der groß gewachsene Grieche für 20 Millionen Euro Ablöse zu Zenit St. Petersburg wechseln.

Nicht der Führungstreffer, sondern die Halbzeitpause sorgte für eine Steigerung der Schalker. Den späteren Sieg verdankten die Königsblauen allerdings vor allem ihrer gnadenlos effektiven Chancenverwertung. Nur 35 Sekunden nach dem Wiederbeginn wurden die Augsburger eiskalt ausgekontert. Nachdem der FCA den Ball im Mittelfeld verloren hatte, durfte der Schalker Jones ungestört durch das halbe Spielfeld spazieren und sorgte mit einem Schuss ins lange Eck, dem dritten Torschuss der Schalker in diesem Spiel überhaupt, für den zweiten Treffer. FCA-Torwart Jentzsch lenkte zwar einen weiteren Abschluss des königsblauen „Aggressiv-Leaders“ an den Pfosten (68.), aber wehrte dafür Huntelaars Kopfball erst hinter der Linie ab (72.). Der bis dahin kaum auffällige Torschützenkönig sorgte mit dem fünften Schalker Torschuss für das dritte Tor. Da elf Minuten später der von FC Barcelona ausgeliehene Afellay eingewechselt wurde und sein Debüt im königsblauen Dress gab, hätte alles für die Knappen zufriedenstellend sein können. Doch mit dem scheinbar sicheren Vorsprung im Rücken waren die Hausherren vor allem in der Abwehr zu nachlässig geworden und hatten noch einen Gegentreffer kassiert. Unnerstall parierte zwar Baiers Schuss (es war der erste Schuss, den der Schalker Keeper überhaupt abwehren musste), aber genau vor die Füße Oehrls, der lediglich ins leere Tor einzuschieben brauchte. Allerdings hätte der Treffer nicht zählen dürfen, weil sich der Torschütze zuvor im Abseits befunden hatte (79.). Die Gäste witterten Morgenluft, jedoch besaßen sie nur noch eine gute Möglichkeit. Nach Musonas Freistoß von der Strafraumgrenze wehrte Unnerstall die Kugel ab und hatte zudem Glück, dass seine Vorderleute den Abpraller vor dem Augsburger Stürmer Oehrl klärten (85.).

Senthuran Sivananda
Spieltag

2. Spieltag

Freitag, 31.08.2012 Mainz0:1 Fürth
Samstag, 01.09.2012 Schalke3:1 Augsburg
Samstag, 01.09.2012 Leverkusen2:0 Freiburg
Samstag, 01.09.2012 Bremen2:0 Hamburg
Samstag, 01.09.2012 Nürnberg1:1 Dortmund
Samstag, 01.09.2012 Hoffenheim0:4 Frankfurt
Samstag, 01.09.2012 Düsseldorf0:0 M'gladbach
Sonntag, 02.09.2012 Wolfsburg0:4 Hannover
Sonntag, 02.09.2012 Bayern6:1 Stuttgart

„Rivaldo ist ein Super-Techniker, oh, äh, das ist ja Cafu!”

— Heribert Faßbender