Bundesliga

Bayern 20 Punkte voraus

Konnte dank des Sieges seinen Patzer humorvoll aufnehmen: Raphael Schäfer
Schalke erfreute sich des Derby-Sieges gegen Dortmund, Hoffenheim gewann den "Abstiegsgipfel" gegen Greuther Fürth und Düsseldorf schaffte es, die Bayern bis kurz vor Schluss zu ärgern. Die größte Überraschung aber war Wolfsburgs hoher Sieg in Freiburg.

„Im Abstiegskampf gibt es eben Rückschläge“, bewies FCA-Trainer Markus Weinzierl Realismus, nachdem die Schwaben ihre erste Heimniederlage in der Rückserie kassiert hatten. Auf das zweite Tor der Nürnberger Gäste fand Augsburg keine Antwort mehr; zuvor hatte ein Torwart-Klops Raphael Schäfers („Da bin ich wohl im Jahresrückblick auch vertreten“) noch den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gebracht. Der Rückstand zu Platz 15 wuchs für die Augsburger wieder auf sieben Punkte an, derweil ihr Vorsprung gegenüber Verfolger Hoffenheim schmolz. Den Kraichgauern glückte mit dem 3:0-Sieg bei Tabellenschlusslicht Greuther Fürth ein Doppelschlag: Aus eigener Kraft hatte man den wichtigen Keller-Gipfel gewonnen und die SpVgg deutlich distanziert, zudem kam 1899 wieder auf Schlagdistanz an Augsburg heran. „Wir haben drei Punkte geholt, sind aber immer noch auf einem Abstiegsplatz. Die Ausgangssituation ist weiterhin nicht gut“, beugte Marco Kurz übertriebener Zufriedenheit vor. Der VfB Stuttgart und die haarscharf an einer Überraschung in München vorbei gerauschten Düsseldorfer konnten ihr immerhin noch beachtliches Polster auf die Abstiegsränge nicht vergrößern. Bremen gelang ein kleiner Fortschritt in Richtung gesicherter Klassenerhalt (1:1 in Gladbach), während Nürnberg und der VfL Wolfsburg dank ihrer Siege noch beruhigter in die Zukunft blicken durften. Zurecht heimsten die „Wölfe“ Anerkennung für das 5:2-Spektakel in Freiburg ein, bei dem Olic einen sehenswerten Fallrückzieher-Treffer darbot. „Ich trainiere das häufig. So häufig, dass ich schon Rückenschmerzen habe“, scherzte der Kroate.

Beim Zehnten des Klassements, Hannover 96, hielt sich die Freude in Grenzen. „Jetzt hängen wir im Mittelfeld fest“, erklärte Mirko Slomka die Lage nach dem torlosen Remis der „Roten“ gegen Frankfurt. Von den angestrebten internationalen Startplätzen hatte man sich tatsächlich weiter entfernt; auch für die Eintracht war die Punkteteilung ungünstig. Die punktgleichen Schalker (2:1-Sieger im Derby gegen den BVB) zogen aufgrund ihrer besseren Torbilanz an den Hessen vorbei und von unten näherten sich der Hamburger SV (1:0 in Stuttgart) und der FSV Mainz (1:0 gegen Leverkusen) gefährlich an: Der Konkurrenzkampf um die Plätze vier bis sechs verdichtete sich. Ligaprimus FC Bayern hob den Abstand zu den zweitplazierten Dortmundern auf 20 Punkte an, was die Spekulationen anheizte, an welchem Spieltag die Münchner den vorzeitigen Titelgewinn feiern könnten. „Wir haben die Spiele nicht vor dem Anpfiff gewonnen, wie einige meinen“, sagte indes Jupp Heynckes, wohl mit Blick auf den, aller Überlegenheit zum Trotz, unerwartet knappen Sieg gegen Düsseldorf.

André Schulin
Begegnungen
  1:2(1:1)  
  3:2(1:1)  
  2:1(2:0)  
  2:5(1:3)  
  1:0(0:0)  
  0:3(0:2)  
  1:1(0:0)  
  0:0(0:0)  
  0:1(0:0)  
Tabelle
Pl.MannschaftSp.Tore+/-Pkt
       
1- Bayern2567:105766
2- Dortmund2555:302546
3- Leverkusen2545:321345
4 Schalke2543:40339
5 Frankfurt2538:35339
6 Hamburg2530:33-338
7 Mainz2533:29437
8 Freiburg2532:28436
9- M'gladbach2534:35-135
10- Hannover2547:45234
11 Nürnberg2526:32-631
12 Wolfsburg2529:39-1030
13 Bremen2540:49-929
14 Stuttgart2526:43-1729
15 Düsseldorf2531:35-428
16- Augsburg2522:38-1621
17- Hoffenheim2530:49-1919
18- Fürth2514:40-2614

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
173
Tore gesamt
898
Tore pro Spiel
2,93
  •  1,59 Heim
  •  1,34 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

82 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

25
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
378.100

Durchschnitt
42.011
Tore pro Spieltag in der Saison 2012/2013

News zum Spieltag

Je länger das Spiel dauert, desto weniger Zeit bleibt.

— Marcel Reif