Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Commerzbank-Arena (Frankfurt am Main) · Zuschauer: 51.500 · Schiedsrichter: Florian Meyer

» Hinspiel: Bayern - Frankfurt 2:0

0:1
(0:0)
0:1 Schweinsteiger (52., Rechtsschuss)
Vorlage:Lahm
Besondere Vorkomnisse:
Alaba verschießt Foulelfmeter (37.) - an den Pfosten (Russ an Müller)

Bayern frühester Meister der Geschichte

Sorgte für die vorzeitige Titelentscheidung: Bastian Schweinsteiger
So früh wie noch nie zuvor in der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte wurde in dieser Saison der Meister gekürt. Bereits am 28. Spieltag stand der 23. Titelgewinn des FC Bayern München fest. Nach dem 1:0-Zittersieg bei Eintracht Frankfurt durften die Münchner die Meisterschaft bejubeln, aber verzichteten wegen des bevorstehenden Champions-League-Viertelfinales auf die obligatorischen Weißbierduschen und eine ausgiebigere Titelparty.

Mit Blick auf das Viertelfinal-Rückspiel in der Königsklasse bei Juventus Turin war auch eine Rotationswelle in der Münchner Startelf erwartet worden. Doch neben dem verletzten Kroos und dem leicht erkälteten Mandzukic wurden nur van Buyten und Ribery zunächst geschont. Bei den Frankfurtern fielen mit Topscorer Meier und Spielführer Schwegler die beiden wichtigsten Leistungsträger verletzt aus. Rechtsverteidiger Jung, dessen vorzeitige Verlängerung des im Sommer 2014 auslaufenden Vertrag kurz vor dem Anpfiff bekanntgegeben worden war, erbte die Kapitänsbinde. Die Bayern waren zwar wie erwartet die eindeutig feldüberlegene Mannschaft, aber sie ließen das Tempo im Spiel nach vorne und die entscheidende Portion Aggressivität vermissen, um die engmaschige Defensive der Hausherren zu knacken. Bereits nach zehn Minuten traf Shaqiri den rechten Pfosten, allerdings musste der Rekordmeister danach auf seine nächste Chance mehr als eine Viertelstunde warten. Die Eintracht war in den ersten Minuten zu passiv, wagte sich dann des Öfteren aus seiner Deckung heraus. Nach einem langen Ball wäre Matmour alleine vor dem gegnerischen Tor zum Abschluss gekommen, wenn er nicht an der Kugel vorbeigesäbelt hätte (14.). Einer der wenigen Bayern, der die Galligkeit auf die vorzeitige Entscheidung im Titelkampf von der ersten Minute an zur Schau stellte, Schweinsteiger, bekam bei einem Zweikampf mit Matmour einen Schlag aufs Knie (24.). Als der Vize-Kapitän noch am Spielfeldrand behandelt wurde, erhielt der Rekordmeister einen Foulelfmeter, nachdem Russ Müller in die Hacken gelaufen war. Den fälligen Strafstoß setzte jedoch Alaba an den rechten Pfosten (27.). Eigentlich hätten die Gäste kurz vor dem Seitenwechsel einen weiteren Elfmeter bekommen müssen, allerdings blieb nach dem Foul von Zambrano an Gomez die Pfeife des Schiedsrichters stumm (44.). Bereits zuvor hatte Eintracht-Trainer Veh den ersten Wechsel in dieser Partie vorgenommen und mit der Einwechslung von Celozzi für Lanig vom 4-2-3-1 aufs 4-4-2-System umgestellt (30.).

Auf der Gegenseite schickte der Münchner Übungsleiter Heynckes in der Halbzeitpause den zunächst geschonten Ribery zum Warmlaufen. Seine Mannschaft verstand die Warnung und agierte nach dem Seitenwechsel im Angriff endlich zwingender. Im Fallen legte Gomez quer zu Robben, der Niederländer brachte die Kugel an Eintracht-Keeper Nikolov vorbei, doch für den geschlagenen Schlussmann klärte Jung vor der Linie (51.). Wenige Sekunden später gingen die Bayern dann in Führung. Nach Lahms Pass von der rechten Seite brachte Schweinsteiger den Ball mit der Hacke im Tor unter (52.). Mit dem Führungstreffer hatten die Münchner ihr Ziel erreicht, schalteten ein paar Gänge zurück und zogen sich in die eigene Hälfte zurück. Von der Eintracht wurden sie in der Defensive bis kurz vor dem Schluss nicht ernsthaft gefordert. Rodes Versuch aus der zweiten Reihe strich zumindest am rechten Pfosten vorbei (57.). Die Abschlüsse von Inui (62., 69.) hielt FCB-Schlussmann Neuer sicher. In der Schlussphase riskierte die Platzelf mit den Einwechslungen von Bundesligadebütant Stendera und Lakic mehr nach vorne. Eine Chance des ehemaligen Wolfsburgers, der nach einem Pass von Aigner an Neuer scheiterte (79.), war auch der Startschuss für die Frankfurter Schlussoffensive. Zwei Zeigerumdrehungen später blieb dem Gastgeber ein Elfmeter verwehrt, nachdem Dante mit seinem ausgestreckten Arm Jungs Flanke ins Toraus gelenkt hatte. Statt Strafstoß gab der Schiedsrichter eine Ecke, nach der Zambrano mit seinem Kopfball Neuer nicht bezwingen konnte (82.). Die Gäste sorgten kaum mehr für Entlastung, griffen bei ihren Kontergelegenheiten meist nur mit wenigen Spielern an und brachten am Ende dennoch den Auswärtssieg und somit die Meisterschaft unter Dach und Fach. Ein Unentschieden hätte die Titelentscheidung dagegen mindestens aufs nächste Wochenende verschoben.

Senthuran Sivananda

 


(1,5)Manuel Neuer1

(4)David Alaba27

(3,5)Jerome Boateng17

(3)Dante4

(2)Philipp Lahm21

(3) Javier Martinez8

(3,5) Thomas Müller25

(3,5) Arjen Robben10

(1,5) Bastian Schweinsteiger31

(3,5)Xherdan Shaqiri11

(4,5) Mario Gomez33

Reservebank


22Stefano Celozzi  (4)

-Marc Stendera  (–)

11Srdjan Lakic  (–)

 


(4)  Luiz Gustavo30

(4) Franck Ribery7

(–) Claudio Pizarro14

Trainer


Armin Veh

 Trainer


Jupp Heynckes
Spieltag

28. Spieltag

Freitag, 05.04.2013 Hoffenheim3:0 Düsseldorf
Samstag, 06.04.2013 Bremen0:2 Schalke
Samstag, 06.04.2013 Frankfurt0:1 Bayern
Samstag, 06.04.2013 Dortmund4:2 Augsburg
Samstag, 06.04.2013 M'gladbach1:0 Fürth
Samstag, 06.04.2013 Leverkusen1:1 Wolfsburg
Samstag, 06.04.2013 Hamburg0:1 Freiburg
Sonntag, 07.04.2013 Nürnberg2:1 Mainz
Sonntag, 07.04.2013 Hannover0:0 Stuttgart

„Jeder kann sagen, was ich will.”

— Otto Rehhagel