Bundesliga

Topklubs nicht gefordert

Trifft seit elf Spielen regelmäßig: Robert Lewandowski
Der FC Bayern und Borussia Dortmund absolvierten ihre Spiele fast wie Trainingseinheiten. Aber auch der FC Augsburg überzeugte und deutete an, dass selbst der direkte Klassenerhalt noch möglich wäre. Freiburgs Europapokalchance vergrößerte sich.

Die beiden Topklubs der Liga waren unterfordert. Nach Belieben kontrollierten die Bayern das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg sowie die Dortmunder ihr Gastspiel in der Fürther Trolli-Arena. „Nach dem 0:3 ging es nur noch darum, den Schaden zu begrenzen“, räumte Club-Coach Michael Wiesinger ein, dessen Erfolgsserie (neun Spiele ungeschlagen) in München brüsk beendet wurde. Es blieb schließlich bei einem noch moderat ausgefallenen 0:4 gegen eine Bayern-Elf, die Jupp Heynckes auf neun Positionen umgestellt hatte. „Wenn ich nicht das Gefühl gehabt hätte, mit dieser Mannschaft zu gewinnen, hätte ich nicht gewechselt“, meinte Heynckes. Greuther Fürths Trainer Frank Kramer musste auch kräftig durchatmen: „Es fällt nach so einem Spiel nicht leicht, die richtigen Worte zu finden.“ Der BVB hatte im Grunde nur eine Halbzeit lang aufs Gaspedal gedrückt und die SpVgg trotzdem mit 6:1 abgefertigt. Leverkusen hielt dank seines 2:2-Remis´ auf Schalke die „Königsblauen“ auf Distanz und sich selbst auf bestem Kurs, Platz drei zu halten.

Freiburg glückte von den zahlreichen Europapokal-Aspiranten an diesem Wochenende der nachhaltigste Schritt nach vorn. Die Breisgauer stoppten aus eigener Kraft die Konkurrenz aus Hannover (3:1) und profitierten von den Niederlagen Mönchengladbachs, Frankfurts, der Nürnberger und des FSV Mainz. Hamburg genügte der 2:1-Auswärtserfolg bei den 05ern, um sich wieder bis auf einen Zähler an Platz sechs heran zu robben. Stuttgart sollte mit dem 2:0-Erfolg über Gladbach, dem ersten Heimsieg nach fünf erfolglosen Spielen, den Klassenerhalt wohl sichergestellt haben. „Das Spiel tut uns gut. Es war das erste von drei Heimspielen in dieser Woche“, wies Bruno Labbadia auf ein kommendes Highlight hin: Das unter der Woche anstehende Pokalhalbfinale des VfB gegen Freiburg. Hinter den Stuttgartern blieb die Lage angespannt. Wolfsburgs 2:2-Unentschieden gegen Hoffenheim war noch kein Befreiungsschlag für die Niedersachsen (Dieter Hecking: „Aus meiner Sicht überwiegt natürlich die Unzufriedenheit“) und gleichzeitig zu wenig für die Gäste, da der FC Augsburg mit einer starken Leistung gegen Frankfurt (2:0) seinen 16. Rang festigte und den Druck auf die vor ihm platzierten Teams erhöhte. Dies waren in erster Hinsicht die Fortuna und Werder - deren 2:2-Punkteteilung hüben wie drüben wenig hilfreich war. Norbert Meier nahm das Resultat gefasst hin: „Mit dem Punkt müssen wir leben, den nehmen wir mit. Bei uns geht nun keiner vor Angst in den Keller.“

André Schulin
Begegnungen
  3:1(2:1)  
  4:0(3:0)  
  2:2(1:1)  
  1:2(0:0)  
  1:6(0:5)  
  2:2(1:1)  
  2:2(0:1)  
  2:0(2:0)  
  2:0(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
173
Tore gesamt
898
Tore pro Spiel
2,93
  •  1,59 Heim
  •  1,34 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

82 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

34
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
371.500

Durchschnitt
41.278
Tore pro Spieltag in der Saison 2012/2013

News zum Spieltag

Wir nähern uns jetzt dem Punkt im Spiel, der der Dreh- und Angelpunkt sein kann, muss aber wohlgemerkt nicht der Kulminationspunkt sein.

— Wilfried Mohren