Druckanstieg im Keller

Schloss zum "Schwatt´n" auf: Stefan Kießling
Greuther Fürth definitiv raus, Leverkusen so gut wie sicher in der Champions League - dies die harten Fakten des Spieltags. Die Spannung um die Belegung der Plätze vier bis sechs blieb unvermindert erhalten, die Lage im Abstiegskampf wurde noch dramatischer.

Zu den wenigen offenen sportlichen Fragen des FC Bayern dieser Tage gehörte, ob nun Freistoßschütze Xherdan Shaqiri oder der offiziell als Torschütze angegebene Emre Can den Siegtreffer gegen Freiburg erzielten. „Ich hab’ den Ball gespürt. Aber wichtig ist, dass das Tor überhaupt gefallen ist“, meinte Can, der sein drittes Erstligaspiel absolvierte. Gleich den Bayern hatte auch der andere deutsche Champions League-Halbfinalist Borussia Dortmund zahlreichen Stammspielern an diesem Spieltag eine Schonung zugebilligt und dennoch drei Punkte eingesammelt. Der 2:1-Auswärtssieg der „Schwarzgelben“ hatte Auswirkungen auf den nochmals verschärften Abstiegskampf, da die unterlegene Düsseldorfer Fortuna nun lediglich noch eine drei Treffer bessere Torbilanz von den aufstrebenden Augsburgern trennte. „Ich bin von einem guten Ende überzeugt“, gab sich Norbert Meier trotz der verschlechterten Perspektive zuversichtlich. „Man hat heute gesehen, dass unsere Mannschaft alles gibt. Das werden wir auch die letzten drei Spiele machen.“ Augsburg erhöhte mit seinem sechsten Rückserien-Sieg (3:0 gegen Stuttgart) aber nicht nur den Druck auf Düsseldorf. Auch die Bremer kamen nach ihrer 0:1-Niederlage in Leverkusen in direkte Schlagdistanz des FCA. Bemerkenswert im Abstiegskampf dieser Saison: Allerorten gelang es weitgehend, intern die Ruhe zu bewahren. Augsburg demonstrierte dies quasi die ganze Saison, auch in Düsseldorf und Bremen brach ob der angespannten Lage keine Panik aus. Werders mitgereiste Fans erkannten den Einsatzwillen der „Grünweißen“ in der BayArena an und bekundeten ihre Unterstützung der seit zehn Spielen sieglosen Mannschaft, inklusive Trainer Thomas Schaaf.

Unterstützung des eigenen Anhangs erfuhren auch 1899 Hoffenheim und die nunmehr definitiv abgestiegene SpVgg Greuther Fürth. Hoffenheims verdienter 2:1-Erfolg über Nürnberg hielt den Kraichgauern weiterhin die Chance offen, zumindest Relegationsplatz 16 zu erreichen. Betreffs der noch zu vergebenden internationalen Startplätze sollte der dritte Rang Leverkusens gesichert sein. Goalgetter Stefan Kießling zog vereinsintern mit Ulf Kirsten gleich (22 Saisontreffer) und sicherte sich damit schon mal einen Eintrag in die Klubannalen. Schalke erhöhte die Wahrscheinlichkeit, als Vierter die Ziellinie zu überqueren, derweil die unergründliche hanseatische „Sphinx“ aus Hamburg trotz der 1:4-Pleite von Gelsenkirchen nur deshalb noch aussichtsreich im Geschäft blieb, weil Frankfurt, Mainz, Gladbach und Freiburg nicht gewinnen konnten. Die Anzahl der EL-Platz-Bewerber blieb somit unvermindert groß. „René Adler hat uns heute mit einigen klasse Paraden im Spiel gehalten und dafür gesorgt, dass die Niederlage nicht noch höher ausgefallen ist“, gestand Sportchef Frank Arnesen ein.

André Schulin

Bundesliga
- 31. Spieltag

Freitag, 26.04.2013
1:141'
1:271'
2:283'
Sportpark Ronhof Thomas Sommer (Fürth) · Zuschauer: 15400 · Schiedsrichter: Fynn Kohn
Samstag, 27.04.2013
1:035'
Allianz Arena (München) · Zuschauer: 71000 · Schiedsrichter: Christian Dingert ( Gries )
1:035'
BayArena (Leverkusen) · Zuschauer: 30200 · Schiedsrichter: Deniz Aytekin ( Oberasbach )
1:035'
2:161'
3:175'
VOLKSWAGEN ARENA (Wolfsburg) · Zuschauer: 30000 · Schiedsrichter: Manuel Steigerwald
1:011'
2:019'
2:158'
WIRSOL Rhein-Neckar-Arena (Sinsheim) · Zuschauer: 28700 · Schiedsrichter: Markus Schmidt
2:083'
3:085'
WWK Arena (Augsburg) · Zuschauer: 30700 · Schiedsrichter: Manuel Gräfe ( Berlin )
0:120'
1:288'
ESPRIT arena (Düsseldorf) · Zuschauer: 54000 · Schiedsrichter: Michael Weiner
Sonntag, 28.04.2013
0:15'
2:121'
3:158'
4:166'
VELTINS-Arena (Gelsenkirchen) · Zuschauer: 61600 · Schiedsrichter: Peter Sippel

Ich kann mich hier nicht hinsetzen und sagen, dass ich mit Lena Gercke* Schluss mache, weil ich mit der nie zusammen war. Daher ist es schwierig, sich da ins Gespräch zu bringen. Das ist alles Utopie und in der Zukunft.

— Julian Nagelsmann zur Frage nach einem Wechsel zum FC Bayern