Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Coface-Arena (Mainz) · Zuschauer: 34.000 · Schiedsrichter: Knut Kircher

» Hinspiel: Frankfurt - Mainz 1:3

Weder Fisch noch Fleisch

Hielt das Remis fest: Christian Wetklo
Die Nullnummer im Rhein-Main-Derby zwischen dem FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt half keiner Mannschaft wirklich. Die Mainzer blieben im sechsten Ligaspiel in Folge sieglos. Und die Frankfurter verpassten es, sich noch mehr von den Nicht-Europapokal-Plätzen abzusetzen und den Anschluss an einen Champions-League-Qualifikationsplatz zu halten.

Dabei hatte der Frankfurter Trainer Veh seine Lehren aus dem 1:0-Heimsieg gegen Schalke, einen Mitkonkurrenten im Kampf um die internationalen Plätze, am vergangenen Wochenende gezogen. Auf der linken Abwehrseite erhielt Djakpa, der am vergangenen Spieltag nach seiner Einwechslung eine solide Vorstellung gezeigt hatte, den Vorzug vor Oczipka, der damit zum ersten Mal in dieser Saison auf der Bank Platz nehmen musste. Und der erst 17-jährige Spielmacher Stendera stand zum zweiten Mal in Folge in der Startelf. Zudem kehrte Toptorschütze Meier in die Frankfurter Mannschaft zurück, während die Mainzer auf ihren Torjäger Szalai (Fraktur im Querfortsatz eines Lendenwirbels) bis zum Saisonende verzichten mussten. Aber Torraumszenen blieben hüben wie drüben Mangelware. Beide Lokalrivalen arbeiteten gut in der Defensive, standen gut geordnet im Mittelfeld, so dass die Offensivreihen bereits im Spielaufbau Schwierigkeiten hatten. War das gegnerische Mittelfeld mal überbrückt, dann kamen sie an die in der Zweikampfführung bissigen Abwehrspieler auf beiden Seiten nicht vorbei. Zusätzlich leisteten sich beide Mannschaften, vor allem die Mainzer beim Versuch des schnellen Umschaltspiels, viele Abspielfehler. 24 Minuten dauerte es, bis sich die Gastgeber die erste Möglichkeit herausspielten. Nach Ivanschitz´ langem Pass ging die Frankfurter Abseitsfalle nicht auf. Nicolai Müller tauchte alleine vor Eintracht-Keeper Nikolov und überwand den Methusalem im Frankfurter Tor, aber verfehlte auch das Gehäuse (24.). Die Gäste aus der Finanzmetropole tauchten erst kurz vor dem Pausenpfiff gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Meiers Direktabnahme wurde vom Mainzer Schlussmann Wetklo auf Kosten eines Eckstoßes geklärt (43.). Bei der anschließenden Standardsituation setzten die Frankfurter auf eine Kombination, die in der Vorwoche gegen Schalke zum Siegtreffer geführt hatte: Youngster Stendera suchte mit seiner Ecke den Kopf von Russ, der den gelbgesperrten Zambrano in der Innenverteidigung vertrat, und fand ihn auch. Doch der Kopfball des Abwehrspielers flog diesmal über das Ziel (44.).

Nach dem Seitenwechsel suchten zunächst die Nullfünfer die Entscheidung und schnürten die Frankfurter teilweise in deren eigener Hälfte ein. Ivanschitz brachte den Ball auch im gegnerischen Tor unter, aber dem vermeintlichen Führungstreffer blieb wegen einer Abseitsstellung des Vorlagengebers Parker die Anerkennung verwehrt (47.). Sechs Minuten später bereitete der verhinderte Führungstorschütze mit einer Flanke Pospechs Kopfball vor, doch Nikolov drehte die Kugel um den Pfosten. Eintracht-Trainer Veh reagierte auf den Spielverlauf mit der Einwechslung der beiden etatmäßigen Stürmer Lakic und Occean (64.). Und danach hatten die hessischen Landeshauptstädter mehr vom Spiel. Allerdings war ihre beste Möglichkeit einem groben gegnerischen Fehler im Spielaufbau zu verdanken. Lakic kam an Caligiuris schlampigen Pass heran und passte von der rechten Seite in die Mitte zu Rode. Jedoch scheiterte der Mittelfeldspieler mit seinem Schuss an Wetklo (82.). Damit sicherte der Mainzer Keeper seiner Mannschaft zumindest den einen Punkt.

Senthuran Sivananda
Spieltag

31. Spieltag

Freitag, 26.04.2013 Fürth2:3 Hannover
Samstag, 27.04.2013 Leverkusen1:0 Bremen
Samstag, 27.04.2013 Wolfsburg3:1 M'gladbach
Samstag, 27.04.2013 Hoffenheim2:1 Nürnberg
Samstag, 27.04.2013 Augsburg3:0 Stuttgart
Samstag, 27.04.2013 Bayern1:0 Freiburg
Samstag, 27.04.2013 Düsseldorf1:2 Dortmund
Sonntag, 28.04.2013 Mainz0:0 Frankfurt
Sonntag, 28.04.2013 Schalke4:1 Hamburg

„Ja gut, der arbeitet von morgens bis abends. Ja gut, sowas nennt man im Volksmund, glaube ich, Alcoholic.”

— Rudi Völler über Reiner Calmund