Bundesliga

Ein Quartett im Abstiegskampf

Sein Doppelpack erhöhte Eintrachts Europapokal-Chance: Alexander Meier
Von oben herunter wurde die Tabelle immer klarer, nur die Lage rund um die Abstiegsränge blieb für vier Klubs nach allen Seiten offen. Die bereits abgestiegenen Fürther feierten zum vierten Mal auswärts.

Nachdem in den Wochen zuvor bereits der FC Bayern und Borussia Dortmund ihre Platzierungen an der Spitze vorzeitig zementiert hatten, zog nun auch Leverkusen nach. Mit dem 2:0-Erfolg in Nürnberg war Platz drei gesichert. BVB-Coach Jürgen Klopp warb nachträglich für das 1:1 geendete Spitzenspiel zwischen Dortmund und München, das allgemein lediglich als Vorspiel des Champions League-Finals betrachtet wurde: „Dieses Spiel hatte trotz anscheinend nicht vorhandener Wichtigkeit genügend Pfeffer.“ Schalke war aufgrund des 1:0-Erfolges in Gladbach ein Europapokalplatz nicht mehr zu nehmen. „Wir sind der glückliche Sieger“, meinte Jens Keller, dessen „Knappen“ sich die besten Aussichten erkämpften, als Viertplatzierter abzuschneiden. Frankfurt und Freiburg festigten mit jeweiligen Heimsiegen die Positionen fünf und sechs erheblich, da die Verfolger HSV (wegen der schlechten Torbilanz) und Gladbach (Punkte) zumindest am folgenden Spieltag nicht vorbeiziehen konnten. Hannovers Chancen auf Platz sechs schrumpften nach dem 2:2-Remis gegen Mainz etwa auf die Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinns zusammen, für die 05er erübrigten sich jedwede Rechenspiele komplett.

Der Abstiegskampf blieb völlig offen. Werder Bremen ließ sich im Heimspiel gegen Hoffenheim in den Schlussminuten eine 2:0-Führung aus der Hand nehmen. Ein Sieg hätte die Lage der Grünweißen gewaltig entspannt - das 2:2-Endresultat half dagegen den Gästen, die damit die vor ihnen platzierten Teams aus Augsburg und Düsseldorf in Reichweite behielten. Die Fortuna unterlag mit 1:3 in Frankfurt, was Norbert Meier anerkannte: „Glückwunsch an die Eintracht. Der Sieg war verdient.“ Der Düsseldorfer Coach richtete seine Hoffnungen, oberhalb der Abstiegsränge zu bleiben, auf die beiden noch ausstehenden Spieltage aus. FCA-Übungsleiter Markus Weinzierl, dessen Team unverändert zwischen den Optionen Relegation (derzeit angesagt), direkter Abstieg und direkter Klassenerhalt pendelt, beschwor nach der 0:2-Niederlage in Freiburg ebenfalls die Chancen des Restprogramms: „Wir haben jetzt noch zwei Mal 90 Minuten vor der Brust, in denen wir alles geben werden.“ Ohne Chance auf den Klassenerhalt, aber im Gegensatz zu den Wackelkandidaten am 32. Spieltag erfolgreich, präsentierte sich die SpVgg Greuther Fürth. Der designierte Absteiger gewann mit 2:0 beim VfB Stuttgart und feierte seinen vierten Saisonsieg - allesamt auswärts. „Insgesamt ist der Sieg glücklich“, gab Frank Kramer zu, dem ein Heimsieg, zu dem noch eine letzte Chance offen blieb, gewiss angenehmer wäre.

André Schulin
Begegnungen
  0:1(0:0)  
  0:2(0:0)  
  2:2(1:1)  
  2:2(2:0)  
  0:2(0:1)  
  3:1(1:0)  
  1:1(1:1)  
  2:0(1:0)  
  1:1(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
173
Tore gesamt
898
Tore pro Spiel
2,93
  •  1,59 Heim
  •  1,34 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

82 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

23
gesamt

Torverteilung

Aktuelle News

Fortuna Düsseldorf verlängert mit Hennings
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Rekordgewinn für Mainz 05
vor 16 Stunden | 1. Bundesliga
Zuschauer
Gesamt
439.200

Durchschnitt
48.800
Tore pro Spieltag in der Saison 2012/2013

News zum Spieltag

Es stört mich nicht, dass in Deutschland ein paar hunderttausend Wellensittiche "Hansi" heißen.

— Hansi Müller