Bundesliga

Abpfiff der Jubiläumssaison

In Gladbach am Start- und Endpunkt seiner Bundesligakarriere: Jupp Heynckes
34 Tore am 34. Spieltag - die Bundesliga-Jubiläumssaison (50 Jahre) war auch am Schlusstag für diverse Anekdoten und Spannungsmomente gut. Der mit 25 Zählern Vorsprung mehr als souveräne Meister aus München trug seinen Anteil dazu bei.

Man ließ sich beim angestammten Rivalen Mönchengladbach in den ersten zehn Minuten drei Gegentreffer einschenken, um schließlich doch als 4:3-Sieger den Platz zu verlassen. Jupp Heynckes bekannte sich auf seiner letzten Pressekonferenz als Bundesligacoach zu Mönchengladbach, als seiner Heimat. Der einstige Torschützenkönig wurde bei seiner Ankunft von den Rängen gefeiert. Grund zum Feiern hatte Stefan Kießling, der mit 25 Treffern neue Inhaber der Torjägerkanone. Leverkusens 1:0-Auswärtssieg in Hamburg, erzielt in der Schlussminute, ging auch auf Kießlings Konto. Der Hamburger SV verpasste aber nicht deshalb die angestrebte Europa League-Teilnahme: Eintracht Frankfurt sicherte sich in einem sehenswerten Match gegen Wolfsburg den fehlenden Punkt, um Platz sechs zu sichern. Freiburg scheiterte im Versuch, Schalke noch vom vierten Platz zu kippen auch an sich selbst. „Ich ärgere mich sehr, dass wir sie so eingeladen haben zum Toreschießen“, meinte Christian Streich.

Ins Zentrum des Spieltagsgeschehens rückte allerdings der Abstiegskampf, der mit der dramatischen Wende in Dortmund für das verblüffende Resultat sorgte, dass Hoffenheim sich auf den Relegationsplatz 16 rettete. „Wir haben aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht. Die Elfmeter waren berechtigt ...“, verfolgte Jürgen Klopp den Spielablauf zurück. „Nach 60 Minuten konnten wir glücklich sein, dass es nur 0:1 stand“, pflichtete ihm TSG-Coach Markus Gisdol bei. Zwei durch Salihovic verwandelte Strafstöße kippten dann die Partie zu Hoffenheims Gunsten. Den Gipfel der Dramaturgie machte in der Nachspielzeit der zunächst gegebene, dann aber vom Schiedsrichterteam zurecht zurückgenommene Treffer Schmelzers aus. Fortuna Düsseldorf brachte auswärts in Hannover nicht das Potenzial zusammen, sich aus eigener Kraft zu retten (0:3). Da Augsburg - nicht unerwartet - sich gegen Greuther Fürth durchsetzte (3:1), wurde die Fortuna noch vom FCA und Hoffenheim abgefangen und musste zurück in die Zweite Liga. „Ich bin weder als Spieler noch als Trainer abgestiegen bisher. Glauben Sie mir: Es fühlt sich nicht gut an“, sagte der geknickte Norbert Meier. Eine besondere Tragik: Während der gesamten Saison rangierte Düsseldorf nie auf einem Abstiegsrang - abgesehen vom Schlusstag. Nach zwölf Spielen ohne Sieg hatte sich die negative Tendenz allerdings abgezeichnet. Zwei weitere „Serientäter“ mussten ihre Hoffnung auf Besserung auf die nächste Saison verschieben: Der FSV Mainz blieb nach dem 2:2 in Stuttgart neun Partien sieglos, die Bremer nach ihrer 2:3-Pleite in Nürnberg sogar 13.

André Schulin
Begegnungen
  1:2(1:0)  
  3:4(3:2)  
  2:2(2:2)  
  3:0(1:0)  
  3:2(0:1)  
  1:2(0:1)  
  3:1(1:0)  
  0:1(0:0)  
  2:2(1:2)  
Die Spiele der Relegation zur Bundesliga 2012/2013
  3:1(2:0)  
  1:2(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
173
Tore gesamt
898
Tore pro Spiel
2,93
  •  1,59 Heim
  •  1,34 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

82 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

34
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
443.300

Durchschnitt
49.256
Tore pro Spieltag in der Saison 2012/2013

News zum Spieltag

Foul von Andy Möller. Das ist das, was Berti Vogts gefordert hat.

— Bela Rethy