Bundesliga

Ein souveräner Spitzenreiter

Zarte Konturen zeichneten sich nach dem fünften Spieltag in der Tabelle ab. Als harter Fakt musste hingegen festgestellt werden, dass der FC Bayern der Konkurrenz um einiges voraus war. Stuttgarts Hoffnungsschimmer vom vorigen Spieltag verblasste angesichts der herben Heimpleite gegen Hoffenheim.

Fünf Spiele, fünf glatte Siege: Der FC Bayern präsentierte sich als das mit Abstand souveränste Team der Liga in dieser Frühphase der Saison. „Es zeichnet uns aus, dass wir sehr konzentriert auf unsere Spiele sind“, begründete Jupp Heynckes den Erfolg. Die fast genauso erfolgreiche Frankfurter Eintracht trotzte Titelhalter Borussia Dortmund nach einem 0:2-Rückstand noch ein 3:3-Unentschieden ab. Auch die Hessen blieben damit, wie die Bayern, noch ungeschlagen und rechtfertigten mit leidenschaftlichem, aber auch technisch ansprechendem Fußball den zweiten Platz. Weniger spektakulär, nichtsdestotrotz aber ebenfalls noch unbesiegt blieb neben den beiden vorn platzierten Teams noch Aufsteiger Fortuna Düsseldorf, der zudem als Alleinstellungsmerkmal auf die Null in der Gegentreffer-Spalte hinweisen durfte.

Um eine Erwähnung der eigenen Unzulänglichkeiten im Gastspiel bei Hannover 96 kam Nürnbergs Coach Dieter Hecking nicht herum: „Wir haben heute drei Geschenke verteilt …“, zählte er die schweren Ausnahmefehler auf, die erheblich zur 1:4-Niederlage beitrugen und den Club aus dem oberen Drittel der Tabelle warfen. Schalke verbesserte sich noch etwas nach oben, auch Werder und Leverkusen rückten nach ihren jeweils ersten Auswärtsdreiern hoch. Der in seiner Höhe sowie Art und Weise verblüffende 3:0-Auswärtssieg Hoffenheims beim VfB Stuttgart markierte jedoch den markantesten Auswärtserfolg des Spieltags. Ratlose Gesichter prägten das Erscheinungsbild der Stuttgarter, die sich mit einem Erfolg aus dem Tabellenkeller hatten verabschieden wollen. „Es war ein verdienter Sieg für Hoffenheim. Wir haben nach dem 0:1 komplett den Faden verloren … zu viele einfache Fehler gemacht und sind nicht als Mannschaft aufgetreten“, redete Bruno Labbadia nicht um den Brei herum. Neben dem FC Augsburg (1:3 gegen Leverkusen), dem anderen schwäbischen Team, blieb der VfB die einzig sieglose Elf der Liga. Zwei Mannschaften, über deren Einordnung im Gesamtfeld noch ausgiebig spekuliert werden durfte, trafen beim Duell Gladbach vs. Hamburger SV aufeinander. Der Spielverlauf spiegelte die Hanseaten als Gewinner wider - ein Last-minute-Kopfballtreffer von Gladbachs Neuzugang Dominguez bescherte jedoch den Gastgebern einen schmeichelhaften Punktgewinn. „Mit dem 2:2 kann ich sehr gut leben“, erklärte Lucien Favre glaubhaft. „Aber alle haben gesehen, dass es spielerisch nicht gut war.“

André Schulin
Begegnungen
  3:0(1:0)  
  3:0(1:0)  
  0:2(0:2)  
  3:3(0:2)  
  2:2(1:2)  
  0:3(0:1)  
  4:1(2:0)  
  1:2(1:0)  
  1:3(0:3)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
173
Tore gesamt
898
Tore pro Spiel
2,93
  •  1,59 Heim
  •  1,34 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

82 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

33
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
370.553

Durchschnitt
41.173
Tore pro Spieltag in der Saison 2012/2013

News zum Spieltag

Die waren besoffen!

— Frankfurts Trainer Willi Reimann zum Grund der Suspendierung der Spieler Jones und Montero für die Partie gegen den MSV Duisburg