Bundesliga

Labbadias Ärger

Kurbelte Schalkes Spiel an: Lewis Holtby
Augsburg holte seinen ersten Dreier, der FC Bayern seinen siebten. Da die nächstplatzierten Konkurrenten nicht Schritt hielten, enteilte der FCB deutlich. VfB-Coach Labbadia platzte der Kragen.

Im Soll: Dem Hamburger SV, der mit drei Niederlagen ausgesprochen schlecht in die Saison gestartet war, glückte am siebten Spieltag der einzige Auswärtserfolg. Die Hanseaten sprangen nach einer feinen Serie von nunmehr vier ungeschlagenen Spielen (drei Siege) in den einstelligen Tabellenbereich. Derweil sich die Lage an der Elbe entspannte, wurde es beim Nordrivalen von der Weser nach der 1:3-Pleite beim FC Augsburg ungemütlicher. „Sieben Punkte - das hätten wir uns ganz anders gewünscht“, ging Thomas Schaaf auf die bescheidene Gesamtausbeute ein und beurteilte den grünweißen Auftritt in der SGL-Arena wie folgt: „So kann man kein Spiel gewinnen.“ Noch kein Spiel verloren hatten bis dahin die Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt - Fortunas Serie platzte in Mainz und die der Eintracht in Mönchengladbach. Die Cheftrainer beider Klubs nahmen die Niederlagen indes gelassen hin, was angesichts des bisher Erreichten auch verständlich war. Ungleich aufgeregter verlief Bruno Labbadias Ansprache nach dem 2:2-Remis des VfB gegen Leverkusen. „Die Trainer sind nicht die Mülleimer für andere Menschen“, monierte Stuttgarts Coach den seiner Meinung nach unangemessenen Umgang von Teilen der Fans und Medien mit ihm und Übungsleitern im Allgemeinen. „Er hat ein gutes Recht, das genau so zu sagen“, pflichtete VfB-Sportdirektor Fredi Bobic Labbadia bei, und auch Wolfsburgs Coach Felix Magath („Es wird wirklich respektlos mit den Trainern umgegangen“) schloss sich den Ausführungen des Kollegen an. Magath persönlich hatte einen für ihn unangenehmen Samstagnachmittag, als der VfL im Gastspiel beim FC Schalke mit 0:3 die Segel strich. Möglichweise fand Greuther Fürths Coach Mike Büskens die ultimativ passenden Worte, als er - in anderem Kontext, nach der 0:1-Niederlage gegen den HSV - festhielt: „Das ganze Leben ist ein Kampf.“

Kämpferisch, und seitens des BVB mit unbefriedigendem Ausgang verlief das Kräftemessen zwischen Hannover 96 und Borussia Dortmund. Jürgen Klopp: „Wir haben drei verletzte Spieler in der Kabine, kriegen spät den Ausgleich. Ein gebrauchter Tag.“ Vielleicht keinen gebrauchten Tag, glücklicherweise keine Verletzten, wohl aber das vertraute Gefühl einer Niederlage (die vierte in Serie) musste Club-Coach Dieter Hecking aus dem Gastspiel beim SC Freiburg mitnehmen. „Wir haben derzeit einfach nicht die Mittel, um Chancen zu kreieren“, beklagte er das Offensiv-Defizit seiner Mannschaft. Sportlich rundum problemlos lief es weiterhin beim FC Bayern. Die Münchener gerieten nicht ansatzweise in Gefahr, gegen Hoffenheim eine Niederlage einstecken zu müssen. Jupp Heynckes hob den Spieler hervor, von dem wieder einmal die entscheidenden Impulse des Erfolges ausgingen: „Ribéry hat ein überragendes Spiel gemacht, nicht nur wegen der beiden Tore, sondern, weil er auch nach hinten gearbeitet und Bälle erkämpft hat.“ Und der Fünf-Punkte-Vorsprung zu Eintracht Frankfurt dürfte auch Ulli Hoeneß’ Prioritäten-Vorgabe positiv bedienen: „Mich interessiert nur die Differenz zwischen Platz eins und zwei.“

André Schulin
Begegnungen
  3:1(2:1)  
  2:0(1:0)  
  3:0(1:0)  
  3:0(1:0)  
  1:0(0:0)  
  0:1(0:1)  
  2:0(2:0)  
  2:2(1:1)  
  1:1(0:1)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
173
Tore gesamt
898
Tore pro Spiel
2,93
  •  1,59 Heim
  •  1,34 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

82 %
Über 2,5

56 %
Über 3,5

33 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

22
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
379.800

Durchschnitt
42.200
Tore pro Spieltag in der Saison 2012/2013

News zum Spieltag

Die Hitze kann für die deutschen Spieler sogar ein Vorteil sein. An einem Urlaubsort sieht man in der Mittagshitze auch immer nur Deutsche draußen, also kommen wir mit der Temperatur sogar besser zurecht.

— Erich Ribbeck