DFB-Pokal

Spielbericht & Statistiken

Olympiastadion (Berlin) · Zuschauer: 74.800 · Schiedsrichter: Alvarado Godinez Quetzalli

1:0 Kagawa (3., Linksschuss)
Vorlage:Blaszczykowski
2:1 Hummels (41., Foulelfmeter)
3:1 Lewandowski (45., Rechtsschuss)
Vorlage:Kagawa
4:1 Lewandowski (58., Rechtsschuss)
Vorlage:Großkreutz
5:2 Lewandowski (81., Kopfball)
Vorlage:Piszczek
5:2
(3:1)
1:1 Robben (25., Foulelfmeter)
4:2 Franck Ribery (75., Linksschuss)

Schwarzgelb gefärbtes Konfetti

Mit dem dreifachen Torschützen Robert Lewandowski herausragend in einer starken BVB-Elf: Shinji Kagawa
Mit 5:2 setzte sich der BVB gegen den FC Bayern durch und feierte anschließend den ersten Double-Erfolg des Vereins. Münchens Defensivpatzer wurden von den Schwarzgelben gnadenlos und effektiv genutzt.

Das Finale der beiden besten deutschen Mannschaften der Saison war mit zahlreichen Höhepunkten angereichert. Der erste trug sich nach zweieinhalb Minuten zu, als die Borussen nach einem Abspielfehler der Bayern blitzschnell den Vorwärtsgang einlegten. „Kuba“ Blaszczykowski brachte das Leder nicht nur sprintstark in den Münchner Strafraum, er bewies auch Übersicht, indem er die Kugel angesichts des auf ihn zustürmenden FCB-Keepers Neuer zum besser postierten Kagawa querlegte, der die Aktion erfolgreich abschloss. Diese Szene sollte symptomatisch für das gesamte Spiel werden: Die Münchner leisteten sich etliche Fehler, die von Dortmund mit gradlinigen und schnellen Gegenstößen ausgenutzt wurden. Der frühe Rückstand schien den Münchnern zunächst jedoch keine größeren Probleme zu bereiten. Ihr größerer Ballbesitzanteil war auch mit gelegentlichen torgefährlichen Vorstößen gespickt. Einer davon führte zu einer Rippenprellung Weidenfellers, der mit Gomez zusammenprallte (8.). Dortmunds Keeper blieb trotz Schmerzen jedoch noch im Spiel und verursachte in der 24. Minute einen Strafstoß, als er Gomez im Sechzehner von den Beinen holte. Robben, der in den ersten 30 Minuten als Vorbereiter gute Szenen hatte, verwandelte den Elfer sicher. Hummels benötigte etwas mehr Glück, seinen Strafstoß, der den BVB wieder in Vorlage brachte, im Netz unterzubringen: Neuer ahnte die Ecke und bekam eine Hand an den Ball, ohne jedoch noch retten zu können (41.). Boateng hatte mit seinem Foul an Blaszczykowski den Elfer verursacht. Dann die vielleicht vorentscheidende Szene: Wieder ging ein unnötiger Ballverlust der Bayern einem Konter der Schwarzgelben voraus; Kagawa spielte steil auf den durchstartenden Lewandowski, der Neuer kurz vor der Pause zum 3:1 tunnelte (45.).

Seit der 34. Minute stand Langerak anstelle des angeschlagenen Weidenfellers im Dortmunder Kasten. Der junge Keeper riskierte viel, als er in der 49. Minute weit aus seinem Tor herauskam um außerhalb des Strafraums zu klären. Glück für ihn, dass die Bayern die Situation nicht nutzen konnten. Danach aber wurde der BVB aktiver und spielte das 4:1 über Kagawa, Großkreutz und Lewandowski perfekt heraus (58.). Ein guter Gegenstoß der Bayern endete nur mit einem von Gomez an den Querbalken gesetzen Kopfball (69.), aber Ribery führte die Münchner mit einer starken Einzelleistung auf 2:4 heran (75.). Neuers Fehler, als er einen Flankenball nicht festhalten konnte, leitete dann den Schlusspunkt ein: Piszczek hob den frei gewordenen Ball über Münchens Keeper hinweg ans linke Eck, wo Lewandowski per Kopf den 5:2-Endstand markierte (81.). Weitere brisante Szenen gab es nicht mehr und der BVB steuerte auf das Double zu. Allen Münchner Versuchen, die Niederlage zu interpretieren, erteilte Karl-Heinz Rummenigge auf dem anschließenden Bankett eine Absage: „Man muss klar und deutlich sagen, das war eine Blamage.“ Dortmunds kompakter Block, mit seinen jederzeit gefährlichen Tempogegenstößen, hatte erneut, im fünften Spiel in Folge, den FCB bezwungen.

André Schulin
Finale
Samstag, 12.05.2012 Dortmund5:2 Bayern

Teamvergleich

29
Siege
53
Siege
31
Remis
Spiele: 113Tore: 141:211
18
Siege
18
Siege
19
Remis
Spiele: 55Tore: 83:81
11
Siege
35
Siege
12
Remis
Spiele: 58Tore: 58:130

„Der Dieter und ich, wir haben uns überlegt, dass wir von jetzt an nur noch Foul spielen, wenn es nötig ist.”

— Jan Kocian zu den zwei roten Karten gegen ihn und Dieter Schlindwein