Europameisterschaft

Spielbericht & Statistiken

Veltins-Arena (Gelsenkirchen) · Zuschauer: 52.000 · Schiedsrichter: Paolo Tagliavento

» Hinspiel: Österreich - Deutschland 1:2

1:0 Klose (8., Rechtsschuss)
Vorlage:Özil
2:0 Özil (23., Linksschuss)
Vorlage:Klose
3:0 Podolski (28., Linksschuss)
Vorlage:Badstuber
4:1 Özil (47., Linksschuss)
Vorlage:Müller
5:2 Schürrle (84., Rechtsschuss)
Vorlage:Müller
6:2 Götze (89., Rechtsschuss)
Vorlage:Müller
6:2
(3:1)
3:1 Arnautovic (42., Kopfball)
Vorlage:Klein
4:2 Harnik (51., Rechtsschuss)
Vorlage:Arnautovic

Deutschland qualifizierte sich für die EM

Spielte groß auf: Mesut Özil
Die deutsche Nationalmannschaft hat als erste Mannschaft (nach den Gastgebern) das Ticket für die Europameisterschaft 2012 gelöst. Gegen Österreich holten die Löw-Schützlinge im achten Qualifikationsspiel den achten Sieg und zeigten wieder einmal eine sehr gute Leistung.

Mit Spannung erwartet wurde die Rückkehr Manuel Neuers in die Schalkers Arena. Immerhin nicht im Trikot der Bayern, sondern in dem der Nationalmannschaft kehrte er zum ersten Mal seit seinem Wechsel zu den Bayern nach Gelsenkirchen zurück. Die befürchteten Unmutsbekundungen blieben aus, auch weil das Publikum ein anderes war als bei Schalke-Heimspielen. Aber die Zuschauer bekamen auch kaum Möglichkeiten, den Torwart auszupfeifen. So selten wie er am Ball war. Die Deutschen kontrollierten das Spiel von der ersten Minute an und eroberten sich die Kugel in der ersten halben Stunde selbst bei Ballverlust schnell wieder zurück. Den Lohn dafür gab es nach nur acht Minuten. ÖFB-Verteidiger Schiemer wehrte eine Schweinsteiger-Flanke zu kurz ab, Özil zog von der Strafraumgrenze ab. Klose bekam - wenn überhaupt - noch seine Fußspitze an den Ball und wurde als Torschütze eingetragen. Doch Özil gelang nur eine Viertelstunde später das 2:0. Der Mittelfeldregisseur leitete mit einem Doppelpass mit Klose den Angriff selbst ein, lief dann am gegnerischen Schlussmann Gratzei einfach vorbei und schob ins verwaiste Tor ein. Der Dritte der vergangenen beiden Weltmeisterschaften spielte sich in einen Rausch. Selbst Innenverteidiger Badstuber rückte einmal weit mit nach vorne auf und tankte sich im Zusammenspiel mit Podolski durch die österreichische Abwehr. Bei Podolskis Schuss sah der gegnerische Schlussmann schlecht aus, der die Kugel in die Torwartecke durchrutschen ließ (28.). Zwar suchte die DFB-Elf auch nach dem 3:0 weiterhin den Angriff, wurde jedoch in der Defensive unkonzentrierter. Österreich kam zu ersten Möglichkeiten und durch Arnautovic, der eine Klein-Flanke in die Maschen köpfte (42.), zum Anschlusstreffer. Klose (43., Kopfball) und Podolski (45., Distanzschuss) hätten noch vor dem Pausenpfiff den alten Abstand wieder herstellen können.

Wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff wurden die Gäste dann von der deutschen Angriffsmaschinerie ausgekontert. Müller legte den Ball per Kopf Özil vor, der Madrilene lief Fuchs davon und traf ins kurze Toreck zum 4:1 (47.). In der Abwehr waren die Löw-Schützlinge aber etwas zu nachlässig. Die beiden Innenverteidiger Badstuber und Hummels konzentrierten sich in der 51. Minute auf Arnautovic und verloren dabei Harnik aus den Augen. Der Stuttgarter Bundesligaprofi bekam die Kugel von seinem Bremer Kollegen Arnautovic vorgelegt und hatte ungedeckt keine Mühe, zum 2:4 zu vollenden. Danach war der dreifache Europameister schon zufrieden damit, das Spielgeschehen vom eigenen Tor fernzuhalten, drängte jedoch nicht auf weitere Treffer. Die eingewechselten Jungstars Schürrle und Götze machten in der Schlussphase dennoch das halbe Dutzend voll. Nach einem Doppelpass von Klose und Müller kam Schürrle in Schussposition und brauchte den Ball aus wenigen Metern nur zum 5:2 einzuschieben (84.). Götze musste gar nur seine Fußspitze in eine Müller-Hereingabe hinein halten (89.).

Senthuran Sivananda
Finalrunden
Donnerstag, 21.06.2012 Tschechien0:1 Portugal
Freitag, 22.06.2012 Deutschland4:2 Griechenland
Samstag, 23.06.2012 Spanien2:0 Frankreich
Sonntag, 24.06.2012 England2:4 n.E. Italien

„Ich brauche Spieler, die am Ball besser sind als am Mikro.”

— Otto Rehhagel