UEFA Europa League

Spielbericht & Statistiken

(St. Petersburg) · Zuschauer: 17.600 · Schiedsrichter: Björn Kuipers

» Rückspiel: Stuttgart - St. Petersburg 1:2 | Endergebnis: 4:2

Hauptziel erreicht

Erhielt Stuttgart alle Chancen aufs Weiterkommen:
<br>Mario Gomez
Auf seiner undankbaren Reise ließ sich der VfB gleich zweimal kalt erwischen und drohte Zenit St. Petersburg wie einst schon Leverkusen und die Bayern zu erliegen. Trotz widrigster Umstände gelang aber dennoch ein achtbarer Auftritt, aus dem eine kampfstarke Babbel-Elf schließlich erstens mit geringem Schaden und zweitens mit einer wichtigen Beute davonkam: einem Auswärtstor.

Der russische Ex-Meister hatte zuletzt an Schrecken eingebüßt und war auch in der Champions League wider Erwarten etwas verloren gegangen. Kaum ging die Partie aber los, wurden gleich wieder Erinnerungen wach an jene Maschine, von der im Vorjahr schon der FC Bayern überrollt worden war. Nach einem Blitzangriff stand plötzlich Semshov frei vor dem Tor und schoss frontal auf Jens Lehmann, der mit einem starken Reflex zwar parierte, beim sofortigen Abstauber dann aber machtlos war. Torschütze war ein alter Bekannter aus der Bundesliga: Szabolcs Huszti (2.). Schlimmer konnte das Spiel für die Schwaben kaum starten. Statt wie befürchtet Zenits scharfen Attacken nun ausgeliefert zu sein, zeigten sie aber eine reife Reaktion und machten ihrerseits genau das, wovor wiederum die Russen sich gefürchtet hatten. So kam Mario Gomez nach einem Fehlpass von Shirokov an den Ball, ließ gleich mehrere Gegenspieler aussteigen und traf mit einem präzisen Schuss ins untere Eck – nach je einer Torchance ergab sich für die Schwaben damit ein sehr ein komfortabler Zwischenstand (15.). St. Petersburg nahm sich nun etwas zurück und bekam große Probleme mit dem immer forscheren VfB. Gleich zweimal hätte Gomez beinahe auch nachgelegt (24./32.). Als die Halbzeit aber schon so gut wie erledigt war, schlug Zenit wie aus dem Nichts dann doch noch einmal zu. Gerade noch hatte Hitzlsperger Malafeev mit einem Distanzschuss geprüft, da zog auf der anderen Seite nach einem scheinbar harmlosen Zuspiel der Neu-Münchener Tymoshchuk mit voller Wucht ab und knallte den Ball genau in den Winkel (45.).

In Anbetracht der widrigen Bedingungen, der ohnehin zerpflügte Platz war knüppelhart gefroren, hielt sich das Spiel auf einem bemerkenswerten Niveau. St. Petersburg gab sofort wieder Vollgas und kam mit seinen scharfen Attacken über rechts gleich zu sehr guten Torszenen durch Semchov (47.), Zyryanov (52.) und Pogrebnyak (56.). Stuttgart wackelte sehr in dieser Phase, erhielt durch Zenits offenes Spiel aber immer wieder auch die Chance zu Kontern, was wiederum Gomez und Marica nicht zu nutzen verstanden. Gegen die Schärfe der Hausherren konnte die VfB-Offensive kaum bestehen; daher taten die Schwaben nun gut daran, die Begegnung wieder etwas zu beruhigen. Erst eine Viertelstunde vor Schluss kam Pogrebnyak vom linken Strafraumeck mal wieder zum Abschluss, ehe wenig später Lehmann vor dem auf ihn zueilenden Huszti retten musste (82.). Ansonsten lebte Stuttgart inzwischen recht gut mit seinem Gegner und arrangierte sich auch mit dem Ergebnis. Als zwei Minuten vor Abpfiff dann Hitzlsperger noch einmal quer auf Gomez legte, ergab sich plötzlich gar noch die Chance zum 2:2. Auch so aber schien den VfB für seine zwar kämpferisch starke, aber spielerisch doch klar unterlegene Vorstellung bestens bedient und nahm immerhin ein wertvolles Auswärtstor mit.

Maik Großmann
Finalrunden
Donnerstag, 26.02.2009 Valencia2:2 Dynamo Kiew
Donnerstag, 26.02.2009 La Coruna1:3 Aalborg
Donnerstag, 26.02.2009 Tottenham1:1 S. Donezk
Donnerstag, 26.02.2009 St. Etienne2:1 O. Piräus
Donnerstag, 26.02.2009 Man. City2:1 Kopenhagen
Donnerstag, 26.02.2009 Lüttich1:1 Braga
Donnerstag, 26.02.2009 Udinese2:1 Poznan
Donnerstag, 26.02.2009 Amsterdam1:1 AC Florenz
Donnerstag, 26.02.2009 AC Mailand2:2 Bremen
Donnerstag, 26.02.2009 Stuttgart1:2 St. Petersburg
Donnerstag, 26.02.2009 Galatasaray4:3 Bordeaux
Donnerstag, 26.02.2009 Wolfsburg1:3 Paris

„Im Vergleich zu den Artikeln, die sie schreiben, sind die Märchen aus Tausendundeiner Nacht empirische Untersuchungen.”

— Christoph Daum über türkische Sportjournalisten