Europa League 2009/2010 - Achtelfinale - Do., 11.03.2010 - 19:00 Uhr
3:1
HZ - 2 : 1

Gute Aussichten

Spielte sogar durch: Ruud van Nistelrooy

Spielte sogar durch: Ruud van Nistelrooy

Spielte sogar durch: Ruud van Nistelrooy

Dass der Hamburger SV nach dem Europa-League-Achtelfinalhinspiel gegen den RSC Anderlecht mit einem halben Bein im Viertelfinale stehen würde, war nach der Anfangsphase nicht unbedingt erwartbar gewesen. Erst in der zweiten Halbzeit entsprach der Leistungsunterschied auch dem Endresultat.

22 Minuten spielten sich die Hamburger gegen eine gut organisierte Gäste-Defensive keine Torchance heraus. Vorne sorgten die Belgier vor allem durch den 16-jährigen Stürmer Lukaku für Gefahr, mit dessen bulliger Spielweise die HSV-Abwehr allerdings nur zunächst nicht zurecht kam. Ihre Führung in der 23. Minute hatte die Platzelf einer Standardsituation und jeder Menge Glück zu verdanken. Im Anschluss an einer zunächst geklärten Ecke jagte Aogo den Ball wieder in den Strafraum, Juhasz´ Rettungsversuch prallte von van Dammes Hacke zu Mathijsen zurück, der unbedrängt den Ball in die lange Ecke schob. Aber auch danach tat sich die Platzelf nicht leicht, bis zum zweiten Treffer besaß lediglich Petric eine weitere Einschussgelegenheit (35., links vorbei). Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff war jedoch der bis dahin bei seinem Debüt in der HSV-Startelf unauffällige van Nistelrooy zu Stelle. Elia leitete über links den Angriff ein und gab mit dem Außenrist die Vorlage, die van Nistelrooy aus spitzem Winkel ins Tor drückte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verwandelte aber auf der Gegenseite Legear aus 25 Metern und halblinker Position einen Freistoß in den Knick zum Anschluss.

Trotzdem war die zweite Halbzeit die deutlich bessere des Hamburger SV. Allerdings stellten die Gäste weiterhin die Räume gut zu, mit zunehmender Spieldauer und zunehmendem Kräfteverschleiß gab jedoch auch die Anderlechter Abwehr Lücken preis. Petric scheiterte mit einem Versuch aus der zweiten Reihe am gegnerischen Torwart Proto (66.) und verzog zudem freistehend vor dem Tor (73.), bevor Jarolim Gillets Abwehrversuch einer Rincon-Flanke direkt abnahm und in die linke untere Ecke schoss (76.). Jansen hätte das Ticket für das Viertelfinale bereits im Hinspiel lösen können, brachte jedoch den Ball nicht an Proto vorbei (82.). Nach einem Biglia-Distanzschuss, den HSV-Keeper Rost nur abprallen ließ (66.), erspielte sich der RSC Anderlecht erst in der Schlussphase wieder Torchancen. Weil der Schütze des Anschlusstreffers, Legear, das Spielgerät links am Gehäuse vorbeisetzte (85.) und mit einer Direktabnahme an Rost scheiterte (86.), überstand Hamburg die belgische Drangperiode von der 85. Minute bis zum Schlusspfiff unbeschadet.

Senthuran Sivananda

Vor dem Spiel habe ich gehört, dass uns neun Stammspieler fehlen. Da muss auch der Hausmeister und seine Frau dabei gewesen sein.

— Hans Meyer