Champions League-Chance für Sampdoria

Feierte seinen neunten Saisontreffer für Chievo Verona: Sergio Pellissier
Verona minimierte die Abstiegsgefahr, derweil dem unterlegenen Team aus Livorno der gesenkte Daumen sicher sein dürfte. Sampdorias starke Rückrundenbilanz wurde nur noch von Tabellenführer AS Rom übertroffen, der dem Ortsrivalen Lazio die Grenzen aufzeigte.

Mit dem 2:0-Heimerfolg über den Tabellenletzten AS Livorno verteidigte Chievo Verona vier Spieltage vor Schluss sein Sieben-Punkte-Polster zu Abstiegsrang 18. Goalgetter Pellisier, mit neun Saisontoren treffsicherster Veronese, brachte die Gastgeber nach einer knappen halben Stunde in Führung. In dem an Höhepunkten armen Spiel setzte Abbruscato den Schlusspunkt (88.). Livorno fiel auf hoffnungslose zehn Zähler hinter den rettenden Platz 17 zurück.

Sampdoria Genua zählte in der Anfangsphase der Saison zu den Spitzenteams der Serie A, konnte zeitweilig sogar die Tabellenführung einnehmen. Seinen Durchhänger, der gegen Ende der Hinserie zum Absturz bis auf Rang zwölf führte, überwand das Team von Luigi del Neri und rückte nach dem 2:1-Sieg gegen den AC Mailand auf den vierten Rang (CL-Qualifikation) vor. Die Gäste waren durch einen Kopfballtreffer Borriellos in Führung gegangen (20.), ließen aber eine hundertprozentige Möglichkeit zum 2:0 aus. Nach dem Seitenwechsel kam auch Sampdoria gefährlicher vors Tor und sicherte sich zunächst durch einen berechtigten Foulelfmeter den Ausgleich (54., Cassano). In der Schlussminute köpfte Pazzini aus fünf Metern sogar noch die volle Punktausbeute herbei.

Inter Mailand brauchte lange, um im Heimspiel gegen Juventus Turin auf die Siegerstraße zu finden. Die Gäste waren schon relativ früh in Unterzahl geraten (37., Gelb-Rot für Sissoko) und in der Folge von zahlreichen Inter-Chancen bedroht. Maicons perfekte Ballbehandlung brach in der 75. Minute den Bann. Elegant balancierte er einen Gegenspieler aus und das Spielgerät in Schussposition, um dann aus gut 16 Metern volley ins linke Eck zu schießen. In der Nachspielzeit legte Eto´o das 2:0 obendrauf. Spitzenreiter AS Rom konnte man damit allerdings nicht näher kommen. Im rustikalen Lokalderby bei Lazio (neun Gelbe Karten, Rot gegen Ledesma in der Nachspielzeit) drehte die Roma nach 0:1-Rückstand (14., Rocchi) die Partie noch. Vucinic tat sich dabei als Meister des ruhenden Balls hervor. Dem per Strafstoß erzielten Ausgleichstreffer (53.) ließ er zehn Minuten später mit einem direkt verwandelten Freistoß das Siegtor folgen.

André Schulin

Serie A - 34. Spieltag

Freitag, 16.04.2010
1:075'
2:090'
Giuseppe Meazza (Mailand) · Zuschauer: 40400 · Schiedsrichter: Antonio Damato
Samstag, 17.04.2010
Marc Antonio Bentegodi (Verona) · Zuschauer: 9300 · Schiedsrichter: Roberto Rosetti ( Turin )
Sonntag, 18.04.2010
0:13'
Zapata (ET)
1:190'
Friuli (Udine) · Zuschauer: 13300 · Schiedsrichter: Emidio Morganti
2:175'
Atleti Azzurri d'Italia (Bergamo) · Zuschauer: 12400 · Schiedsrichter: Andrea Romeo
0:133'
0:251'
1:259'
2:262'
2:372'
Ennio Tardini (Parma) · Zuschauer: 15800 · Schiedsrichter: Luca Banti ( Livorno )
0:120'
1:154'
2:190'
Luigi Ferraris (Genua) · Zuschauer: 26300 · Schiedsrichter: Nicola Rizzoli ( Bologna )
0:128'
0:257'
1:275'
San Nicola (Bari) · Zuschauer: 21300 · Schiedsrichter: Mauro Bergonzi
1:028'
2:086'
2:187'
Sant'Elia (Cagliari) · Zuschauer: 13700 · Schiedsrichter: Gianluca Rocchi ( Florenz )
1:011'
1:149'
2:150'
Angelo Massimino (Catania) · Zuschauer: 22200 · Schiedsrichter: Gabriele Gava
1:014'
1:153'
1:263'
Olympiastadion (Rom) · Zuschauer: 73400 · Schiedsrichter: Paolo Tagliavento ( Terni )

Ich hab' spekuliert, was ich machen soll. Offensichtlich habe ich gut spekuliert, aber nicht getroffen.

— Peter Közle über zwei hundertprozentige Torchancen, die er beide vergab