„Einer, der dem BVB wehtut“ – und sechs Tore

Eintracht Frankfurt gegen den BVB 3:3 (1:1), der Start ins Kalenderjahr 2026 in der Bundesliga ist natürlich ein Fall für das „Halbzeitfazit“ und die „Schlusskonferenz“ bei Fussballdaten.de – und die Schlussphase gehörte der Eintracht und ihren Debütanten… und dann doch nicht.
Younes Ebnoutalib (22), gebürtiger Frankfurter und acht Millionen Euro teurer Neuzugang von der SV Elversberg, meldete sich bei seinem SGE-Debüt nach 47 Minuten mit einem Kopfball an.
Der Header ging knapp am Tor von Gregor Kobel vorbei.
„Wir schmeißen ihn einfach ins kalte Wasser, er kann dem BVB wehtun“, glaubte SGE-Trainer Dino Toppmöller vorab, „er wird sich zerreißen und wir freuen uns, dass er hier ist.“
Das glauben wir auch!
Ebnoutalib (53.) mit einem Power-Dribbling, der Ball kam auf der rechten Seite zu Ansgar Knauff, Kobel wehrte den Schuss noch ab, sonst hätte die Eintracht in dieser Szene das Spiel komplett gedreht.
Frankfurt hatte nach 55 Minuten vier Torschüsse und einen XGoals-Wert von 1,24 (Dortmund: 0,89).
Frankfurt gegen den BVB: Guirassy nur ein Schatten seiner selbst
Nach 65 Minuten brachte Toppmöller den zweiten, neuen Mittelstürmer: Arnaud Kalimuendo, Leihgabe von Nottingham Forest – und zwar für Can Uzun, der per Elfmeter zum 1:1 ausgeglichen hatte (22.).
Kovac wechselte Serhou Guirassy, der den Elfmeter verschuldet hatte, nach 65 Minuten für Fábio Silva aus dem Team.
- Der BVB-Torjäger hatte nur 16 Ballaktionen und nur einen Torschuss. Schwach.
Zwei Minuten später: Distanzschuss von Felix Nmecha – und drin! 2:1 für den BVB, der Ball ging vom Innenpfosten ins Netz. Wieder ein Gegentor für Kaua Santos, der hier sicher nichts machen konnte.
- Es war das 32. Gegentor für Eintracht Frankfurt in 16 Liga-Spielen.
- Die Tor-Wahrscheinlichkeit für Felix Nmecha lag bei drei Prozent.
- Damit ging der XGoals-Wert erstmals in diesem Spiel an Borussia Dortmund (1,26).
Ebnoutalib: Er kam, sah und traf!
Doch die SGE reagierte: 2:2, Debüt-Treffer für Younes Ebnoutalib (71.) nach einem Solo und einem Traum-Zuspiel von Kalimuendo, so kannst du mal einsteigen!
„Ein intensives Spiel“, so Fredi Bobic im Live-Kommentar bei Sky, „das Tor von Ebnoutalib war natürlich ein Märchen. Er bewegt sich gut, hat den Ball gut mit der Sohle mitgenommen, der Abschluss war herausragend.“
- Nach 77 Minuten brachte Toppmöller dann noch Mario Götze (33), der 158-mal für Borussia Dortmund gespielt hat und 2012 Mitglied der letzten BVB-Meistermannschaft war.
In der 90. Minuten hatten Schlotterbeck (Lattenkreuz) und Silva per Fallrückzieher den Sieg für die Dortmunder auf dem Kopf bzw. auf dem Fuß.
- Der Gegenzug: Mo Dahoud mit dem 3:2 für die Frankfurter Eintracht! Wieder ein Billard-Tor und 90 Sekunden nach dem Lattentreffer von Schlotterbeck!
- Die Vorarbeit kam wieder von Kalimuendo.
- Sechs Prozent Tor-Wahrscheinlichkeit lagen in diesem Schuss!
Doch Schluss war immer noch nicht. Der eingewechselte Carney Chukwuemeka tankte sich mit dem Ball aus drei Metern ins Tor – 3:3 (90. + 5).
„Zum Schluss haben wir noch das 3:3 kassiert“, sagte Mo Dahoud nach dem Spiel bei Sky, „trotzdem ist das Unentschieden okay.“





