1. Bundesliga

600. Bundesligasieg - Frankfurt darf von Europa träumen

17:34 Uhr | 20.01.2018

1:2 Arnold (66.)
0:1 Haller (18.)
0:2 Chandler (22.)
1:3 Jovic (85.)

  


Mit einem Jubiläumserfolg Richtung Europa: Dank seines 600. Bundesliga-Sieges mischt Eintracht Frankfurt im Kampf um einen internationalen Wettbewerb weiterhin kräftig mit. Beim verdienten 3:1 (2:0) beim VfL Wolfsburg stellten die Hessen wieder einmal ihre Auswärtsstärke unter Beweis.

Die Niedersachsen hingegen kassierten die erste Heimniederlage unter Trainer Martin Schmidt, enttäuschten insbesondere in den ersten 45 Minuten auf der ganzen Linie und sind in dieser Verfassung ein Abstiegskandidat. Die 24.450 Zuschauer verabschiedeten die Platzherren schon zur Halbzeit mit einem Pfeifkonzert in die Kabine.

Gleich die erste Torgelegenheit nutzte die Mannschaft von Coach Niko Kovac zur Führung. Sebastien Haller löste sich in der 18. Minute sich von Marcel Tisserand und erzielte aus der Drehung seinen achten Saisontreffer.

Nur vier Minuten später schloss Timothy Chandler einen Konter mit einem wuchtigen Schuss unter die Querlatte erfolgreich ab. Für Wolfsburg reichte es durch einen von Maximilian Arnold verwandelten Freistoß (66.) nur noch zum Anschlusstor. Die letzten Zweifel beseitigte Luka Jovic (85.).

Es war die gnadenlose Frankfurter Effektivität, die für eine frühe Vorentscheidung sorgte. Denn die Norddeutschen wirkten nach diesem schnellen Rückstand über weite Strecken desorientiert, waren gedanklich zu langsam und kamen vor dem Seitenwechsel nur ein einziges Mal zu einer nennenswerten Einschussmöglichkeit: Yunus Malli scheiterte aus zehn Metern Entfernung an Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky (12.).

Schmidt ersetzte zu Wiederbeginn Josip Brekalo durch den Schweizer Neuzugang Renato Steffen, doch am Spielverlauf änderte sich durch diesen Wechsel wenig. Dank geschickter Raumaufteilung der Frankfurter blieben die VfL-Spieler in den Zweikämpfen zumeist zweiter Sieger.

Und obwohl sich das Geschehen überwiegend in der Hälfte der Eintracht abspielte, wurde es vor dem Tor der Gäste höchst selten gefährlich. Es dauerte bis zur 54. Minute, ehe VfL-Torjäger Divock Origi von der Strafraumgrenze knapp am rechten Torpfosten vorbeischoss.

Bezeichnend in dieser Phase, dass Gästekeeper Hradecky intensive Aufwärmübungen absolvieren musste, um bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht zu sehr auszukühlen. Schmidt forderte seine Schützlinge leidenschaftlich zu mehr Offensivdrang auf, eine Botschaft, die aber erst nach dem 1:2 durch Arnold beim VfL ankam.

(sid)

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Man muss feststellen, dass der Spruch auch nicht mehr stimmt, dass der Schütze nicht selber schießen soll. Ich stelle fest, dass der Schütze sehr wohl den Elfmeter selber schießt.

— Günter Netzer