Bei Sörloth-Debüt: Leipzig entführt Punkt aus Leverkusen

von Jean-Pascal Ostermeier17:32 Uhr | 26.09.2020
Alexander Sörloth (m.) feierte sein Debüt für RB Leipzig
RB Leipzig hat beim viel erwarteten Debüt von Alexander Sörloth etwas glücklich einen Punkt gerettet. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann mühte sich bei Bayer Leverkusen zu einem 1:1 (1:1) und verpasste einen perfekten Start in die Bundesliga-Saison. Die Sachsen waren dabei über weite Strecken des Spiels die schwächere Mannschaft, Keeper Peter Gulacsi verhinderte die erste Saisonniederlage.

Samstag, 26.09.2020



Emil Forsberg (14.) hatte RB früh in Führung gebracht, doch Kerem Demirbay gelang nur kurze Zeit später der Ausgleich (20.). Die Werkself konnte in ihrem 1400. Bundesliga-Spiel wegen schlechter Chancenverwertung ihren Leipzig-Fluch nicht beenden, auch im fünften Heimspiel gelang gegen den Champions-League-Halbfinalisten kein Sieg. Mit nur zwei Punkten aus den ersten zwei Spielen laufen die Rheinländer der Musik im Rennen um die Königsklasse gleich etwas hinterher.



Nagelsmann hatte die Partie zum ersten Schlüsselduell im Kampf um Europa ausgerufen und angekündigt, "wir wollen die drei Punkte Plus". Dabei verzichtete er vor 6042 Zuschauern in der ersten Elf noch auf seinen neuen Angreifer Sörloth. Auf der Gegenseite feierte der im Sommer aus Leipzig an den Rhein gewechselte Patrik Schick sein Startelfdebüt. Dessen Anwesenheit im Strafraum zwang Dayot Upamecano nach Hereingabe von Moussa Diaby gleich fast zu einem Eigentor (4.).



Es war der Startschuss einer temporeichen Begegnung. Beide Teams gingen intensiv in die Zweikämpfe und suchten zielstrebig den Weg nach vorne. Forsberg tanzte Lars Bender aus und vollendete mit einem strammen Schuss ins kurze Eck. Bayer zeigte sich nur wenig geschockt, Kerem Demirbay hatte nur sechs Minuten später mit einem perfekten Schlenzer aus 18 Meter die passende Antwort parat.

Überraschend früh schlug dann schon die Stunde von Sörloth, er ersetzte nach 27 Minuten den verletzten Yussuf Poulsen. Allerdings hing der Norweger zunächst vollkommen in der Luft, weil die Rheinländer trotz der Abgänge der Topscorer Kai Havertz und Kevin Volland immer mehr das Kommando übernahmen. Leverkusen schnürte Leipzig nun am eigenen Strafraum ein, bei der besten Chance scheiterte Schick per Kopf an Peter Gulacsi (40.).

Nagelsmann reagierte zur Pause mit einer Umstellung auf Viererkette und der Einwechslung von Neuzugang Hee-Chan Hwang. Doch es besserte sich in Abwesenheit des verletzten Kapitäns Marcel Sabitzer nur wenig, Leverkusen blieb das gefährlichere Team. Florian Wirtz traf nach perfektem Umschaltspiel jedoch nur den Pfosten (59.).

In der Schlussphase gab sich keines der Teams mit einem Punkt zufrieden, beide spielte weiter mit Risiko nach vorne.

(sid)

Der FC Tirol hat eine Obduktion auf mich.

— Peter Pacult