Dortmund zeigt großes Interesse an Saloniki-Juwel

von David Di Tursi12:44 Uhr | 16.02.2021
Mit der Verpflichtung von Marco Rose soll beim BVB ab kommenden Sommer eine neue Zeitrechnung beginnen. Die Dortmunder sind seit Jahren wie kein anderer Bundesligist dafür bekannt, jungen Talenten den Sprung in den europäischen Spitzenfußball zu ermöglichen. Passend dazu macht Christos Tzolis in Griechenland seit geraumer Zeit auf sich aufmerksam, längst haben den Linksaußen Top-Klubs aus den großen Ligen Europas auf dem Zettel.

Tzolis gibt Visitenkarte in Europa ab

Mit 19 Jahren gehört Tzolis bei PAOK Saloniki bereits zum Stammpersonal und hat sich in der Hafenstadt binnen kürzerster Zeit zum Leistungsträger entwickelt. Für die Mannschaft von Pablo García ist der Youngster schon während seinem ersten Profi-Jahr unverzichtbar geworden. In der laufenden Saison schickte der uruguayischen Trainer sein Super-Talent in 33 Pflichtspielen auf den Rasen, Tzolis zahlte dieses Vertrauen mit 15 Toren und acht Vorlagen eindrucksvoll zurück.

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Christos Tzolis
PAOK SalonikiAngriffGriechenland
Zum Profil

Person
Alter
19
Größe
1,69
Saison 2020/2021

Super League

Spiele
28
Tore
6
Vorlagen
4
Karten
2--


Insbesondere auf internationaler Ebene zeigte der Teamkollege der früheren Bundesliga-Profis Viereinha, Shinji Kagawa und Abdul Rahman Baba, welch enormes Potenzial in ihm steckt. In der 2. Runde der Champions-League-Qualifikation traf er beim 3:1 über Fenerbahce Istanbul doppelt und gab obendrein einen Assist. Nachdem PAOK der Weg in die Königsklasse von Krasnodar versperrt wurde, sorgte der gebürtige Thessalonicher in der Europa League für Furore. Fünfmal kam Tzolis in der Gruppenphase zum Einsatz, in den beiden Duellen gegen die PSV Eindhoven war er an vier Toren direkt beteiligt.



Dortmund, Eindhoven und ManUtd im Rennen

So verwundert es nicht, dass die von Roger Schmidt trainierten Niederländer laut „Sportime.gr“ ein Auge auf jenen Mann geworfen haben, der Saloniki bei einem Verkauf wohl zwischen 15 und 20 Mio. Euro Ablöse einbringen soll und somit zum teuersten Abgang der Vereinsgeschichte avancieren würde.

Dass Tzolis den Tabellenvierten der griechischen Liga im Sommer verlassen wird, gilt längst als gesichert. Schließlich zeigen unter anderem der BVB, der ihn mehrfach beoabachtet haben und seine Fähigkeiten sehr schätzen soll, und Manchester United großes Interesse an einer Verpflichtung des hochbegabten Offensivmanns, der sich seit dem letzten September Nationalspieler Griechenlands nennen darf.


Ein Wintertransfer zum FC Brügge, welcher Tzolis zuletzt für zehn Mio. Euro plus Michael Krmencik verpflichten wollte, kam hingegen nicht zustande. Falls ein Wechsel jedoch wie er erwartet in der kommenden Transferperiode über die Bühne geht, dürften sich die Fans seines neuen Arbeitgebers auf eine der größten Versprechungen des europäischen Fußballs freuen. Nicht umsonst wurde Tzolis von der „L’Equipe“ kürzlich gemeinsam mit Youssoufa Moukoko, Giovanni Reyna oder Julian Wirtz in die Top-50-Liste der weltweit größten U20-Talente aufgenommen.





Die einen sollen auf dem Fußballfeld pfeifen, die anderen am Strand.

— Ottmar Hitzfeld zur Leistung des saudi-arabischen Schiedsrichters Khalil Al Ghamdi beim Spiel der Schweiz gegen Chile bei der WM 2010