Eintracht Frankfurt an 19-jährigen Mexikaner Naveda dran

von clemens.linhart13:57 Uhr | 08.04.2021
Eintracht Frankfurt gewann beim BVB und setzte sich von den Dortmundern ab. Foto: Lars Baron/Pool Getty/dpa
Dass sich Eintracht Frankfurt gerne mit jungen, preisgünstigen Talenten verstärkt ist kein Geheimnis mehr. Nun berichtet die in Mexiko ansässige Sportzeitung „Récord“ die Beobachtung der Adler von Mittelfeldmann Santiago Naveda. Der Vertrag des 19-Jährigen von Club América läuft zwar noch bis 2022, es besteht aber die Möglichkeit den Youngster schon diesen Sommer ablösefrei zu haben.

Samstag, 10.04.2021



Naveda – Ein typischer Eintracht-Transfer

Dem Bericht zufolge beobachtet die SGE den 1,80 Meter großen Rechtsfuß schon Monate und soll der Eintracht bereits in den Junioren-Nationalmannschaften Mexikos aufgefallen sein. Sein Profidebüt gab der U20-Teamspieler für CF América Anfang diesen Jahres und kommt seitdem auf 13 Einsätze.

Mit Daichi Kamada, Evan N’Dicka, Luka Jovic oder Tuta ist die Liste der Namen von gefundenen Talenten lang. Sie alle kamen als unbekannte Profis für vergleichsweise kleines Geld an den Main. Maßgeblich daran beteiligt ist Ben Manga, der im März vom Chefscout zum Kadermanager aufstieg.

Eintracht Frankfurt
Bundesliga
Rang: 4Pkt: 53Tore: 59:40



Transfer für die Breite sowie die Zukunft

Vor allem ein Blick auf die Altersstruktur im defensiven Mittelfeld gibt Auskunft wieso eine Verpflichtung von Santiago Naveda Sinn ergibt: Makoto Hasebe (37 Jahre), Stefan Ilsanker (31) und Sebastian Rode (30) befinden sich alle samt im gehobenen Fußballeralter – eine Rückkehr des an Mainz verliehenen Dominik Kohr (27) ist noch unklar. Zudem benötigt der Kader mit Sicht auf die Dreifachbelastung kommende Saison Breite und Tiefe.


Auch wenn sich Naveda nicht gleich bei der Eintracht durchsetzten sollte, könnte der Mexikaner verliehen werden, um sich in Europa zu akklimatisieren. Mit Rodrigo Zalazar (FC. St. Pauli) und Dejan Joveljic (Wolfsberger AC) zeigen zwei Akteure wie gut dieses Modell funktioniert.





Auch größenmäßig ist es der größte Nachteil, dass die Torhüter in Japan nicht die allergrößten sind.

— Claus Lufen