Eintracht lässt alte Krise im neuen Jahr hinter sich

von Jean-Pascal Ostermeier17:25 Uhr | 18.01.2020
Bas Dost erzielt die Führung für die Eintracht
Eintracht Frankfurt hat die alte Krise im neuen Jahr hinter sich gelassen. Nach zuletzt drei Niederlagen und insgesamt sieben Partien ohne Dreier in Folge gewannen die Hessen beim Rückrundenstart in die Fußball-Bundesliga 2:1 (1:0) bei der TSG Hoffenheim.


Der Niederländer Bas Dost (18.) und Timothy Chandler (62.) trafen für die Eintracht, die den vierten Sieg in Folge gegen die TSG holte. Der Grieche Konstantinos Stafylidis (48.) war für die Hoffenheimer erfolgreich.

Die 29.610 Zuschauer in der Sinsheimer Arena sahen zu Beginn eine Partie ohne nennenswerte Höhepunkte. Die Hoffenheimer, bei denen Stammtorwart Oliver Baumann, Robert Skov und Ishak Belfodil fehlten, konnten sich lediglich eine optische Überlegenheit erarbeiten. Immerhin hatte TSG-Ersatzkeeper Philipp Pentke, der mit 34 Jahren sein Bundesliga-Debüt feierte, zunächst kaum etwas zu tun.

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Bas Dost
FrankfurtAngriffNiederlande
Zum Profil

Person
Alter
30
Größe
1,96
Gewicht
78
Fuß
R
Saison 2019/2020

Bundesliga

Spiele
14
Tore
5
Vorlagen
-
Karten
1--


Auch nach einer Viertelstunde hatte die Begegnung kaum etwas zu bieten. Beide Mannschaften waren nach der Winterpause noch in der Findungsphase. Dass die Frankfurter schneller als die Hoffenheimer in der zweiten Saisonhälfte ankamen, hatten sie in erster Linie TSG-Kapitän Benjamin Hübner zu verdanken. Der Sohn des Frankfurter Sportchefs Bruno Hübner leistete sich einen unnötigen Ballverlust. Mijat Gacinovic bedankte sich und bereitete das fünfte Saisontor von Dost vor.



In den Minuten nach der Führung lag das zweite Tor der Eintracht in der Luft. Die Gäste, die ohne Makoto Hasebe, Gelson Fernandes und Daichi Kamada auskommen mussten, hatten gleich drei große Chancen innerhalb kurzer Zeit. Zunächst klärten Havard Nordtveit und Hübner in höchster Not (beide 26.), dann traf Filip Kostic die Latte (27.). Hoffenheim war mit dem knappen Rückstand nach einer halben Stunde gut bedient.


Gegen Ende der ersten Hälfte ließen die Frankfurter, die nach wie vor mit zahlreichen potenziellen Neuzugängen in Verbindung gebracht werden, wieder etwas nach. Hübner hatte im Anschluss an eine Ecke den Ausgleich auf dem Kopf, Eintracht-Torhüter Kevin Trapp parierte stark (36.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte TSG-Trainer Alfred Schreuder den zwölf Millionen Euro teuren Neuzugang Munas Dabbur. Der Israeli durfte bereits kurz nach seiner Einwechslung jubeln. Außenverteidiger Stafylidis erzielte nach einer abgewehrten Ecke aus der Distanz sein erstes Tor für die Kraichgauer.

Danach waren die Gastgeber am Drücker, der kroatische Vize-Weltmeister Andrej Kramaric scheiterte an Trapp (60.). Das Tor machte aber Chandler per Kopf auf der Gegenseite, Filip Kostic hatte die Vorarbeit geleistet. In der Nachspielzeit scheiterte Kostic selbst an der Latte (90.+3).

(sid)

Dies ist überlebensnotwichtig für den Verein.

— Rolf Töpperwien