1. Bundesliga

Frankfurt feiert «schöne Momentaufnahme»

09:03 Uhr | 12.11.2018

1:0 Jovic (61.)
2:0 Jovic (73.)
3:0 Haller (80.)



Die Feierlichkeiten in der Arena schienen überhaupt nicht mehr aufzuhören. Ovationen für die Mannschaft, Gesänge von der Meisterschaft, grenzenlose Euphorie des Publikums: Kaum ein Verein überzeugt derzeit mit so viel Leichtigkeit und Ausgelassenheit wie Eintracht Frankfurt.

«Das ist eine schöne Momentaufnahme. Ich habe es nach dem 2:0 genossen, wie wir es fertig gespielt haben», sagte Trainer Adi Hütter nach dem 3:0-Erfolg über den FC Schalke 04.

Die Momentaufnahme nach elf Spieltagen in der Fußball-Bundesliga besagt: 20 Punkte, Sprung auf die Champions-League-Plätze - und sogar Rekordmeister FC Bayern München überholt. «Wir sind sehr, sehr hungrig», betonte Außenverteidiger Danny da Costa.

Nach dem frühen Pokal-Aus und der bitteren 0:5-Schlappe gegen die Bayern im Supercup haben sich die Hessen massiv gesteigert und dürfen inzwischen als legitimer Anwärter für eine weitere Europacup- Teilnahme gelten. «Wir haben uns gemeinsam aus dem Sumpf gezogen», sagte der Österreicher Hütter, der anfangs von den Buchmachern als Rauswurf-Kandidat Nummer eins galt und nun von den Fans frenetisch gefeiert wird.

Verantwortlich für den achten Pflichtspielsieg im neunten Spiel war wieder einmal Knipser Luka Jovic, der sich mit seinen Saisontoren acht und neun an die Spitze der Torschützenliste katapultierte. «Er ist vor dem Tor einfach eine Granate», lobte Hütter seinen Schützling aus Serbien. Den 3:0-Endstand besorgte Sebastien Haller, der in der Liga auch schon acht Mal getroffen hat.

Schalke hingegen steht weiter bei zehn Punkten und verliert so den Kontakt zu den Europa-Plätzen. «Bei uns ist es so, dass wir die Hypothek relativ lange mitschleppen müssen», befand Trainer Domenico Tedesco mit Blick auf fünf Pleiten zum Saisonauftakt. Die Niederlage vor 50.700 Zuschauern nannte er «verdient». Nach 60 ausgeglichenen Minuten war es das Führungstor von Jovic, das die Partie in die Richtung der Hessen lenkte. Tedescos Fazit: Eine Halbzeit war ordentlich, eine Halbzeit «war nix».

(dpa)

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