Hoffenheimer Bebou löscht rassistische Beleidigungen selbst

von Marcel Breuer08:25 Uhr | 21.07.2021
Der Hoffenheimer Ihlas Bebou versucht, möglichst selbst gegen rassistische Beleidigungen in den Sozialen Medien vorzugehen. Foto: Christoph Schmidt/dpa
Berlin (dpa) - Der Hoffenheimer Bundesliga-Profi Ihlas Bebou versucht, möglichst selbst gegen rassistische Beleidigungen in den Sozialen Medien vorzugehen.

Samstag, 14.08.2021



«Ich melde und lösche es – wenn möglich – sofort. Mehr kann man ja selbst erst einmal nicht machen», sagte der 27-Jährige der «Sport Bild». «Für mich selbst ist es dann zumindest für den Moment aus der Welt geschafft.»

Der Stürmer der TSG berichtete weiter: «Solange man gewinnt, ist im Fußball irgendwie immer alles gut. Aber sobald es schlecht läuft, gibt es immer ein paar Idioten, die glauben, etwas Rassistisches sagen oder machen zu müssen.»

9

Ihlas Bebou
HoffenheimAngriffTogo
Zum Profil

Person
Alter
27
Größe
1,83
Gewicht
72
Fuß
R
Daten

Bundesliga

Spiele
106
Tore
24
Vorlagen
12
Karten
8--


Die Beleidigungen gegen die drei Engländer Jadon Sancho, Bukayo Saka und Marcus Rashford nach deren verschossenen Elfmetern im verlorenen EM-Finale gegen Italien nannte Bebou «Wahnsinn». Jede Beleidigung gegen ihn selbst mache ihn «natürlich traurig», sagte er. «Den Leuten fehlen Anstand und Respekt.»

© dpa-infocom, dpa:210721-99-458881/2

Ich bin heute noch nicht darüber weg, dass wir damals das Europacup-Finale in Düsseldorf verloren haben. Aber zum Glück reißen sie ja das Rheinstadion jetzt ab.

— Hans Meyer über das Pokal der Pokalsieger-Finale 1981 zwischen Carl Zeiss Jena und Dynamo Tiflis