Kein Großangriff auf die Meisterschaft: Nagelsmann will "Niveau halten"

von Jean-Pascal Ostermeier09:18 Uhr | 16.09.2020
Stapelt tief: RB-Trainer Julian Nagelsmann
Trainer Julian Nagelsmann von Fußball-Bundesligist RB Leipzig sieht sein Team noch nicht in der Position, um Bayern München und Borussia Dortmund im Kampf um den Meistertitel herauszufordern. "Wir müssten zwei Jahre Training haben und die anderen international spielen, dann würden wir unsere talentierten Spieler maximal entwickeln können und vielleicht herankommen", sagte Nagelsmann der Mitteldeutschen Zeitung: "Aber die Bayern wären dennoch schwer zu schnappen."

Sonntag, 20.09.2020



Nichtsdestotrotz seien die Sachsen "Borderliner im positiven Sinne, versuchen immer an die Grenzen zu gehen und hoffen, dass die Konkurrenten mal eine schwache Phase haben." Nagelsmann erklärt seine Einschätzung mit der hohen Belastung durch die vielen Spiele in Coronazeiten und den personellen Voraussetzungen bei der Konkurrenz. So seien bei Leipzigs jungen Spielern "Leistungslöcher" aufgrund des fehlenden Trainings in eng getakteten Spielwochen einzukalkulieren.

RB Leipzig
Bundesliga
Rang: 4Pkt: 3Tore: 3:1



Dies seien Probleme, die beispielsweise der FC Bayern besser verkrafte. "Robert Lewandowski muss – bei allem Respekt – nicht mehr wirklich etwas trainieren. Der kann alles. Er muss nur so trainieren, dass er am Wochenende frisch ist und Bock hat", so Nagelsmann. Gleichzeitig könne Leipzig seiner Meinung nach im Gegensatz zu Bayern und Dortmund bei Spielerverpflichtungen nicht mehr "in das ganz obere Regal der international begehrten jungen Top-Spieler" greifen.

Julian Nagelsmann
RB LeipzigTrainerDeutschland
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Für die neue Bundesliga-Saison, die Leipzig am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FSV Mainz 05 startet, will Nagelsmann keinen Großangriff auf die Spitze ausrufen. "Es ist nach den Abgängen von Werner und Schick Ziel genug, das jetzige Niveau zu halten, wieder Dritter zu werden und erneut gut in der Champions League abzuschneiden", sagte er. Nationalspieler Timo Werner (FC Chelsea) und Patrik Schick (Bayer Leverkusen) hatten in der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit zusammen alleine 38 Tore erzielt.

(sid)

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