Kuzyaev war beim FC Bayern in der engeren Auswahl

von Fussballeck15:38 Uhr | 02.11.2020
Der spanische U21-Europameister Marc Roca im Gespräch mit Bayern-Trainer Hansi Flick. Foto: Matthias Balk/dpa
Der FC Bayern fahndete in diesem Sommer nach einer weiteren Alternative für das zentrale Mittelfeld. Auf der Münchner Einkaufsliste hatte offenbar auch Daler Kuzyaev einen Eintrag.

Samstag, 31.10.2020



Fünf Klubs waren interessiert

Nachdem sich Thiago Alcantara zum FC Liverpool verändert hatte, wurde beim FC Bayern ein Kaderplatz im zentralen Mittelfeld frei, der bis zum Ende der Sommertransferperiode nachbelegt werden sollte. Die leitenden Personen an der Säbener Straße sinnierten offenbar über eine Zusammenarbeit mit Daler Kuzyaev.

„Watford machte ein Angebot, aber in die Championship wollte er nicht gehen“, verrät Kuzyaevs Berater Alan Aguzarov gegenüber „Sport-Express“. Der FC Watford war in der Vorsaison aus der Premier League in die zweitklassige Championship abgestiegen. Die erste Option in der englischen Beletage sei der FC Southampton gewesen. Der Wechsel ins St. Mary’s sei lediglich an Details gescheitert.



Kuzyaev hatten sich vor wenigen Wochen aber auch noch ganz andere Wechselgelegenheiten geboten. „Daler war auch in der engeren Auswahl beim FC Villarreal, dem FC Bayern und dem SSC Neapel“, wie Aguzarov weitere Interessenten ausplaudert. Aguzarov ist bei Zenit St. Petersburg in der Mittelfeldzentrale gesetzt und außerdem 26-facher Nationalspieler Russlands.

Statt Kuzyaev kam Roca

Letztlich ging Kuzyaev nirgendwohin und verlängerte stattdessen Anfang Oktober seinen Vertrag bis Ende Juni 2023. Und der FC Bayern? Der holte holte Marc Roca für neun Millionen Euro von Espanyol Barcelona. Der Iberer gab am letzten Wochenende im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln (2:1) seine einminütige Bundesliga-Premiere.



„Wir sind uns sicher, dass er unserem Team einen großen Mehrwert geben wird“, war vor allen Dingen FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic begeistert, als die Tinte unter Rocas Vertrag getrocknet war.





Das einzige Problem, wo wir haben, dass wir nicht erfolgreich Fußball spielen.

— Jürgen Kohler