1. Bundesliga

Schalke bleibt im Keller: Nicht "geil" auf Tore

13:19 Uhr | 12.11.2018

1:0 Jovic (61.)
2:0 Jovic (73.)
3:0 Haller (80.)



Es schien fast so, als ob Domenico Tedesco sein Zwischenfazit nach dem enttäuschenden ersten Saison-Drittel schon vor der Pleite auswendig gelernt hatte. "Es war klar, dass wir die Hypothek der fünf Niederlagen zu Beginn der Spielzeit lange mit uns herumschleppen werden", sagte der Trainer von Vizemeister Schalke im Anschluss an das 0:3 (0:0) bei DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt in allen Interviews.

Die Antwort auf die Frage, warum Königsblau zum wiederholten Mal in der Fußball-Bundesliga nur schwer zu verdauende Defensivkost ohne jegliche Inspiration in der Offensive zu bieten hatte, blieb Tedesco indes schuldig. "Wir haben von den zurückliegenden neun Spielen nur zwei verloren. Wir wissen, wie man Spiele gewinnt", betonte der 33-Jährige fast schon trotzig und verwies auf die drei Pflichtspiel-Siege vor dem schwachen Auftritt in Frankfurt.

Dennoch bleibt es dabei, dass Schalke trotz der Investitionen von 60 Millionen Euro im Sommer den Erwartungen weiter hinterherhinkt. Lediglich zehn Punkte hat S04 auf dem Konto und liegt damit nur einen Zähler vor dem Relegationsplatz. Die magere Ausbeute von acht Treffern (Liga-Minusrekord gemeinsam mit dem VfB Stuttgart) zeigt deutlich, woran es hapert.

Auch die Profis haben das erkannt. "Wir sind als Mannschaft nicht gierig genug. Wir haben zu wenig Spieler, die geil auf Tore sind", äußerte Angreifer Guido Burgstaller.

Obwohl die mitgereisten Anhänger äußerst ungehalten auf die schlechte Vorstellung am Main reagierten, befürchtet Tedesco keine negativen Auswirkungen: "Die Gefahr, dass die Stimmung kippt, sehe ich nicht."

(sid)

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Ist das jetzt schon der Eckball oder noch die Wiederholung?... Die Fans jubeln, auf der Gegenseite muss etwas passiert sein... Jürgen Röber sollte seiner Mannschaft sagen, dass sie nur auf der linken Außenbahn spielen soll, damit wir wenigstens etwas sehen.

— Rene Hiepen beim "Nebelspiel" zwischen Hertha BSC und dem FC Barcelona