1. Bundesliga

Schwarz vorsichtig beim Trainer-"Jugendwahn"

11:29 Uhr | 18.10.2017




Sandro Schwarz vom FSV Mainz 05 hält nicht viel vom Trainer-"Jugendwahn" in der Fußball-Bundesliga. "Diese Diskussion wird den erfahreneren Trainern nicht gerecht. Ich kann damit relativ wenig anfangen – auch, wenn ich in einer jüngeren Generation selbst davon betroffen bin", sagte der 39-Jährige bei Amazon Music.

Die älteren Kollegen "haben den Gegner schon immer genauso vorbereitet wie es jetzt eine jüngere Generation tut", sagte er: "Die erfahreneren Trainer in der Bundesliga haben über Jahrzehnte einen überragenden Job gemacht und schon den Nachweis gebracht, jahrelang erfolgreich zu sein. Diesen Nachweis müssen wir Jüngere erst einmal erbringen."

Schwarz trainiert die 05er seit dieser Saison, er löste Martin Schmidt (50) ab, der inzwischen beim VfL Wolfsburg unter Vertrag steht. "Nur, weil wir jetzt in der Bundesliga sind und vielleicht mal ein paar Spiele gewinnen, heißt das nicht, dass wir uns da schon gleichstellen können", sagte Schwarz: "Ich bin vorsichtig damit zu sagen, dass jetzt die Generation an Trainertalenten kommt."

(sid)

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„Der Vorteil von Trainern wie Branko Zebec und Ernst Happel war ihre kuriose Sprache. Die Spieler mussten sich stark konzentrieren, um zu verstehen, was sie meinten. Deshalb kam ihre Botschaft so gut rüber.”

— Felix Magath