1. Bundesliga

Werder Bremen kommt aus dem Erfolgstakt

08:23 Uhr | 05.11.2018




Nach dem Höhenflug zu Saisonbeginn ist Werder Bremen zurück auf dem harten Boden der Tatsachen. Die zweite Bundesliga-Pleite binnen einer Woche beim 1:2 in Mainz verdeutlichte, dass die Grün-Weißen noch längst kein Spitzenteam sind.

Die Mainzer feierten ausgelassen ihren ersten Pflichtspielsieg seit Mitte September, dem schnell weitere Erfolgserlebnisse folgen sollen.

DIE ANALYSE: Werder-Trainer Florian Kohfeldt nahm nach dem schwachen Auftritt kein Blatt vor den Mund. «Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen. Punkt. Aus. Ende. Zweikampfverhalten und Passquote waren einfach nicht da. Wir waren nicht griffig, nicht wach. Das hat mir überhaupt nicht gefallen», kritisierte der 36-Jährige.

Seine Schützlinge gingen mit sich selbst ebenfalls hart ins Gericht. «Wir sind wieder in der Realität angekommen und müssen jetzt schleunigst daran arbeiten, wieder das zu spielen, was uns ausmachen soll», erklärte Maximilian Eggestein.

Ganz anders war die Gefühlslage beim Gegner. «Wir haben eine Halbzeit lang sehr gut Fußball gespielt und verdient gewonnen», befand 05-Trainer Sandro Schwarz. Auch wenn sein Team nach den Treffern von Jean-Philippe Mateta (25. Minute) und Jean-Philippe Gbamin (51.) durch Claudio Pizarros Anschlusstor (78.) noch einmal ins Wanken geraten war. «In den letzten 15 Minuten sind wir auf der Felge gelaufen, da mussten wir leiden», resümierte Schwarz.

DIE AUSSICHTEN: Schon am kommenden Samstag wollen die Rheinhessen beim SC Freiburg nachlegen. «Wir müssen dranbleiben. Die Botschaft ist, dass wir nicht selbstzufrieden werden. Wir dürfen nicht glauben, wir haben zwölf Punkte und alles ist in Ordnung», mahnte Schwarz.

Auch die Bremer wussten ihren Rückschlag einzuordnen. «Wir sind immer noch Sechster nach zehn Spieltagen, deshalb werden wir mit absoluter Sicherheit die Ruhe bewahren», sagte Kohfeldt und prophezeite: «Wir werden in absehbarer Zukunft auch wieder Bundesligaspiele gewinnen.» Am Saisonziel will er daher nicht rütteln: «Wir wollen nach Europa. Aber wir müssen nicht.»

(dpa)

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Ich halte nix von Sex vor dem Spiel, besonders weil ich mir das Zimmer mit Bachirou Salou teile.

— Jan-Aage Fjörtoft