Werders Lizenzspieler-Chef: Abschied von Kohfeldt nicht klar

von Marcel Breuer15:42 Uhr | 03.05.2021
Clemens Fritz, Lizenzspieler-Chef bei Werder Bremen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Werder Bremens Lizenzspieler-Chef Clemens Fritz hat Spekulationen zurückgewiesen, ein Abschied von Trainer Florian Kohfeldt nach dieser Saison sei bereits beschlossene Sache.

Samstag, 08.05.2021



«Das ist völliger Quatsch», sagte Fritz in einer Online-Medienrunde des Fußball-Bundesligisten. «Fakt ist, dass er Vertrag bis 2023 hat. Wir haben in den Gesprächen zuletzt nicht einmal über die neue Saison gesprochen. Wir legen den Fokus auf die nächsten Wochen, alles andere sollte uns aktuell nicht interessieren», sagte der Ex-Profi.

Kohfeldt war von den Verantwortlichen nach sieben Liga-Niederlagen in Serie öffentlich infrage gestellt worden und hatte nach dem 1:3 bei Union Berlin erst einmal nur eine Job-Garantie für das Halbfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig erhalten. Trotz des Ausscheidens bekannten sich die Bremer Bosse aufgrund der kämpferisch überzeugenden Leistung des Teams danach zu Kohfeldt.

SV Werder Bremen
Bundesliga
Rang: 15Pkt: 31Tore: 34:51



Allerdings gilt es als höchst wahrscheinlich, dass sich die Wege nach dieser Saison unabhängig vom Ausgang der Spielzeit trennen werden. Werder hat als Tabellen-14. aktuell nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. Schon in der vergangenen Saison hatten sich die Grün-Weißen erst in der Relegation gerettet.

«Natürlich werden wir nach der Saison eine klare Analyse machen. Das ist unsere Pflicht, und dann werden wir sehen», sagte Fritz zur Zukunft von Kohfeldt. Der Coach hatte ein Ende der Zusammenarbeit nach dem Spiel gegen Leipzig angedeutet. «Ich will das Ganze hier, die Saison, vernünftig zu Ende bringen», hatte Kohfeldt gesagt - und dabei schon sehr noch Abschied geklungen. Werder trifft noch auf Leverkusen, Augsburg und Mönchengladbach.

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(dpa)

Wenn ich heute fünf Talente einbaue und mehrere Spiele hintereinander verliere, dann lassen die Leute an den Blumen, die sie mir zuwerfen, plötzlich die Töpfe dran.

— Otto Rehhagel