1. Bundesliga

Wolfsburg will Neuausrichtung im Sommer "intensiv vorantreiben" - Gomez als Gesicht eines neuen Teams?

12:09 Uhr | 19.05.2017

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg will seine Neuausrichtung im Sommer unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit "intensiv vorantreiben". Dabei gelte es, "alles kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen, um am Ende eines solchen Analyseprozesses Entscheidungen treffen zu können, die dafür sorgen, dass wir sportlich und wirtschaftlich erfolgreich sind", sagte VfL-Geschäftsführer Wolfgang Hotze dem SID vor dem wegweisenden Spiel beim Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Im Falle einer Niederlage droht den Niedersachsen der Gang in die Relegation.

"Es wird eine Idee, ein Gesamtkonzept entstehen, wie die Zukunft des VfL Wolfsburg aussehen soll – und darin werden sich neben unseren eigenen strategischen Zielen sowohl die Interessen von Volkswagen, unseren weiteren Partnern und Sponsoren als auch natürlich die unserer Fans und Unterstützer in Wolfsburg und der Region wiederfinden", sagte Hotze.

Eine zentrale Rolle in den Plänen der VfL-Bosse spielt Stürmer Mario Gomez. Die Hoffnung, dass der Top-Torjäger in Wolfsburg bleibt, sei laut Hotze "durchaus berechtigt". Bei Gomez habe er "wie bei nur wenigen anderen das Gefühl, dass er sich sowohl im Verein selbst als auch in unserer Stadt wirklich rundum wohlfühlt und in Wolfsburg vom ersten Tag auch genau das gefunden hat, was er gesucht hatte. Mario Gomez bringt alles mit, das Gesicht eines neuen VfL-Teams zu werden."

Vom Klassenerhalt ist Hotze überzeugt. "Weil gleich mehrere Faktoren für uns sprechen: Zum einen die Ausgangsposition, die für uns besser ist als für den Hamburger SV. Wir wären bereits bei einem Unentschieden direkt gerettet und haben rein rechnerisch sogar noch die Möglichkeit, je nach Ausgang der Partie Hoffenheim gegen Augsburg selbst bei einer Niederlage weiter auf Platz 15 zu stehen", sagte der Manager: "Zum anderen - und das ist das, was für mich überwiegt – macht unsere Mannschaft einen sehr fokussierten Eindruck. In jedem Training wird hochkonzentriert, aber auch mit der erforderlichen Lockerheit und Freude gearbeitet."

Ein möglicher Abstieg des mit Europacup-Ambitionen in die Saison gestarteten Klubs wäre, so Hotze, "sehr schlimm für ganz Wolfsburg, da müssen wir nicht drum herum reden. Für unsere Stadt, unsere Fans und auch Volkswagen wäre das im ersten Moment ein echter Tiefschlag", sagte der 64-Jährige: "Aber, und das möchte ich unbedingt betonen, der VfL würde sich in der 2. Liga sofort für den direkten Wiederaufstieg rüsten." Bis es aber zu so einem Szenario überhaupt käme, "hätten wir noch insgesamt drei Matchbälle – und wir alle sind überzeugt, dass wir den ersten in Hamburg gleich verwandeln werden".

(sid)

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