Zweiter Geisterspieltag Nervenprobe für DFL-Chef Seifert

von Marcel Breuer06:39 Uhr | 22.05.2020
Angespannt: DFL-Boss Christian Seifert. Foto: Arne Dedert/dpa Pool/dpa
Der erste Spieltag in den Fußball-Bundesligen nach der Corona-Pause war für DFL-Geschäftsführer Christian Seifert eine besondere Nervenprobe.


Er sei «sehr angespannt» gewesen, sagte der 51 Jahre alte Spitzenfunktionär der Deutschen Fußball Liga der «Süddeutschen Zeitung» und berichtete von der Zeit vor dem ersten Anpfiff. «Meine Frau und meine beiden Töchter haben am Wochenende nach Monaten mal wieder die Großeltern besucht, da bin ich lieber nicht mitgefahren - atmosphärisch hätte ich das Familientreffen nicht bereichert. Ich habe stattdessen den Rasen gemäht.»



Bis zehn Uhr am Spieltag erhalten die Clubs nach Angaben von Seifert die Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus, eine halbe Stunde später müssen die Spielerlisten bei der DFL gemeldet werden. Dann sei er «schon unruhig» gewesen, berichtete Seifert. Anschließend habe er mit der Zweitligakonferenz angefangen, den Spieltag zu schauen. «Man ist da weit entfernt von einem entspannten Fußballnachmittag. Am Ende waren wir positiv überrascht, aber keiner nennt das großartig - großartig ist es erst wieder mit Publikum.»

(dpa)

Eine Katastrophe, eine einzige Peinlichkeit. Alle verstecken sich, keiner setzt ein Zeichen, tritt mal die Kabinentür ein. Am liebsten würde ich die Spieler würgen, aber wir brauchen sie ja noch.

— Karl-Heinz Wildmoser nach einem 0:6 von 1860 München bei Hertha BSC