2. Bundesliga

Heimpleite für Magdeburg - Trainer Härtel muss bangen

15:50 Uhr | 11.11.2018

1:1 Beck (5.)
2:1 Beck (67.)
0:1 Grüttner (3.)
2:2 Correia (80.)
2:3 Al Ghaddioui (90.)



Trainer Jens Härtel hat mit dem 1. FC Magdeburg die vierte Niederlage in Serie in der 2. Fußball-Bundesliga kassiert und muss um seinen Job bangen. Am 13. Spieltag verlor der Traditionsklub zu Hause 2:3 (1:1) gegen Jahn Regensburg - auch weil Torwart Alexander Brunst gleich nach dem Anpfiff böse patzte. Hamadi Al Ghaddioui (90.) erzielte das Siegtor für den SSV Jahn.

Der 23-jährige Brunst schoss beim Spielaufbau aus eigentlich unbedrängter Position Marco Grüttner an, von dessen Bein der Ball ins Tor kullerte (3.). Nur 60 Sekunden nach dem Slapstick-Rückschlag traf Beck (4.) erst zum Ausgleich, Mitte der zweiten Halbzeit (67.) brachte der Angreifer sein Team sogar in Führung, indem er eine verlängerte Hereingabe eiskalt abschloss. Fast aus dem Nichts schockte Regensburgs Marcel Correia (80.) dann die Gastgeber.

Magdeburg wartet damit als einziges Team der Liga in dieser Saison weiter auf den ersten Heimsieg und ist jetzt Tabellenvorletzter. Regensburg bleibt auch im achten Spielen in Serie ungeschlagen und rangiert auf Position sechs.

Nach dem spektakulären Beginn sahen die Zuschauer keine hochklassige, aber spannende Partie. Magdeburg agierte zwar gerade in der Abwehr immer wieder nervös und Regensburg hatte lange mehr vom Spiel, dennoch kamen auch die Gastgeber zu ihren Chancen. So traf Beck in der 58. Minute noch die Latte.

Nun dürfte in Magdeburg der Druck auf Härtel, der seit vier Jahren Cheftrainer ist, weiter steigen. Vereins-Ikone Joachim Streich hatte den 49-Jährigen bereits unter der Woche angezählt. Dieser sei zu stur und habe es nicht geschafft, eine Mannschaft zu formieren, sagte der 98-malige Auswahlspieler der früheren DDR der Magdeburger Volksstimme.

"Jens macht alles nach Lehrbuch", meinte Streich. Man könne aber nicht jede Spielsituation im Vorfeld mit der Mannschaft besprechen, nicht für jedes Spiel eine andere, theoretisch zum Gegner passende Elf, aufstellen: "Fußball lebt von Überraschungen und ist keine Wissenschaft. Das Trainerteam klammert sich zu sehr an die theoretische Vorbereitung."

(sid)

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Wir wollen uns von Spiel zu Spiel konzentrieren und die Tordifferenz verringern.

— Christoph Daum