Preußen Münster erhält Preis für Zivilcourage: "Wer schweigt, stimmt zu"

von Jean-Pascal Ostermeier12:59 Uhr | 20.02.2020
Preußen Münster zeigte Zivilcourage
Fußball-Drittligist Preußen Münster erhält für seinen Umgang mit dem Rassismus-Vorfall im eigenen Stadion einen Preis für Zivilcourage. Der Klub wird vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ausgezeichnet, der neu geschaffene Preis soll künftig jährlich vergeben werden.


Im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers hatte in Münster auf der Haupttribüne ein Zuschauer Affenlaute von sich gegeben und damit Gästespieler Leroy Kwadwo beleidigt. Der Täter wurde durch Fans für die Ordnungskräfte erkennbar gemacht, dann gestellt und festgenommen. Der Klub verhängte ein bundesweites Stadionverbot von drei Jahren und stellte sich in einer Stellungnahme ausdrücklich gegen Rassismus.

5

Leroy Kwadwo
K. WürzburgAbwehrDeutschland
Zum Profil

Person
Alter
23
Größe
1,85
Fuß
L
Saison 2019/2020

3. Liga

Spiele
16
Tore
1
Vorlagen
-
Karten
5--


FLVW-Präsidenten Gundolf Walaschewski wendete sich in einem Offenen Brief an Preußen Münster. "Sie haben meine Präsidiumskollegen im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen und mich nachhaltig beeindruckt. Und das mit einer Tat, die auch heutzutage selbstverständlich sein sollte, dies aber nicht mehr ist", hieß es dort. Und weiter: "Wer schweigt, stimmt zu. Deshalb möchten wir Sie, möchten wir Preußen Münster mit dem neugeschaffenen FLVW-Preis für Zivilcourage auszeichnen."

(sid)

Ich habe mit Erich Ribbeck telefoniert, und er hat zu mir gesagt, ich stehe für die Maltareise nicht zur Verfügung.

— Andreas Möller