Köllner schwärmt von 1860-Saison: „War nicht planbar“

von philipp.meierjohann15:37 Uhr | 24.05.2021
1860 München gewinnt das Derby gegen Türkgücu

Am Ende war es ein bitterer Saison-Ausgang für Traditionsklub 1860 München in der dritten Liga. Mit der Niederlage im direkten Duell mit dem FC Ingolstadt verpasste man eine mögliche Relegation. Trotz dieses Ausgangs ist man stolz in München. Als Aufstiegs-Favorit waren die Löwen nicht auserkoren.

Köllner und der Stolz des Löwen-Trikots

Mit Michael Köllner hat man einen erfahrenen Mann an der Seitenlinie. Er wurde im Anschluss an den letzten Spieltag zum Trainer der Saison gekürt. Im Interview auf der DFB-Homepage erklärt Köllner die neue 1860-Identität: „Das sind mehrere Mosaiksteine, die sich zusammengefügt haben. Wir stehen für eine Spielweise, die die Zuschauer mitreißt. Einerseits kampfstark und körperbetont. Unsere Fans sollen das Gefühl haben, dass die Spieler ihre Idole sind und sie zurecht das „Löwen“-Trikot tragen. Auf der anderen Seite sind wir in der Lage, ständig zu attackieren und technisch guten Fußball zu zeigen.“

Die aktuelle Enttäuschung soll nicht über die Leistungen der Saison hinweg täuschen: „Ich bin aber der Überzeugung, dass wir mit einigen Tagen Abstand auch mit Freude auf unsere Saison zurückschauen werden. In einer Phase der Konsolidierung haben wir eine sehr erfolgreiche Spielzeit abgeliefert und um den Verein herum eine riesige Euphorie entfacht. Die wird auch nach dem vierten Platz noch anhalten. Wir werden jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern weiter daran arbeiten, dass wir uns steigern. Wir hoffen, dass wir in der kommenden Saison mit unseren Fans stark in die Liga kommen und dann wieder um den Aufstieg mitspielen.“

Umbruch einmalig gut gemeistert

Vor der nun abgelaufenen Saison war München nicht der große Favorit auf die Aufstiegsplätze. Zwar wusste man um das Potenzial des Teams, aber die Löwen hatten zuvor große Probleme in ihrer Konstanz. Die Vorzeichen im Sommer schienen dieses Konstanz-Problem nicht zu beseitigen: „Wir hatten im zurückliegenden Sommer einen sehr großen Umbruch im Kader, insgesamt 18 Verträge wurden nicht verlängert. Im Gegenzug hatten wir zunächst nur fünf externe Zugänge verpflichtet und neun Nachwuchsspieler hochgezogen. Wir waren dennoch schon der Überzeugung, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt haben. Während der Vorbereitung hatte es sich dann auch schon angedeutet, dass unsere Entwicklung schnell in eine positive Richtung gehen kann. Dass es dann sogar bis zum 38. Spieltag für uns um den Aufstieg und die Teilnahme an der Relegation ging, war aber nicht planbar.“





Da sagte ich mir: Leck mich, nahm den Ball und knallte ihm den Gerd Müller aus drei Metern volley ins Kreuz.

— Erwin Hadewicz, nachdem ihn Gerd Müller ,,Idiot" genannt hatte.