Bayern wie 1997 Meister gegen Stuttgart – Dieser Transfer war entscheidend

Der FC Bayern München meldete am Sonntagabend Vollzug und sicherte sich hoch verdient am Sonntagabend mit einem 4:2-Erfolg gegen den Süd-Rivalen VfB Stuttgart die 34. Deutsche Meisterschaft in der Bundesliga. Ein Transfer war dabei von entscheidender Bedeutung.
Bayern wie 1997 Meister gegen Stuttgart – Dieser Transfer war entscheidend
Am 24. Mai 1997 bogen die Bayern im Olympiastadion ein 0:1 des VfB durchNationalstürmer Fredi Bobic noch in einen 4:2-Sieg um und profitierten im Fernduell mit Bayer Leverkusen von der 0:4-Pleite der Mannschaft von Trainer-Legende Christoph Daum († 2024) im Rhein-Derby beim 1. FC Köln.
Die Münchner brachten vier Punkte zwischen sich und Bayer 04, dieses Mal thronen sie mit 15 (!) Zählern vor dem BVB, der alle noch rechnerisch vorhandenen Chancen durch das 1:2 bei 1899 Hoffenheim am Samstag in Sinsheim verspielte.
So wiederholte sich die Geschichte: Stuttgart führte auch dieses Mal mit 1:0, wieder durch einen deutschen Nationalspieler, Chris Führich.
Aber: Anders als 1997, als kein Bayern-Spieler unter den Top-Torjägern der Bundesliga war – Jürgen Klinsmann kam auf 14 Tore, Schützenkönig wurde LEV-Idol Ulf Kirsten mit 22 Buden – hat Bayern in dieser Saison einmal mehr den überragenden Stürmer der Liga.
Harry Kane netzte gegen Stuttgart zum 32. Mal in dieser Saison.
Neun Tore fehlen dem englischen Stürmerstar noch, um den Allzeit-Rekord eines Spielers von Robert Lewandowski (Bayern, 41 Tore) aus dem Jahr 2020/2021 zu egalisieren.
Zahlen: So machte Luis Diáz Bayern besser
Der entscheidende Transfer, der Bayern gegenüber dem Vorjahr noch einmal besser machte, war der Wechsel von Luis Diáz vom FC Liverpool.
- Für die Dienste des Kolumbianers zahlten die Münchner 70 Millionen Euro an den englischen Meister.
- Diáz belebte das Spiel des FC Bayern mit 31 Tor-Beteiligungen (15 Tore) in 28 Bundesliga-Spielen.
- Drei Mal, am sechsten, zwölften und 16. Spieltag in Frankfurt (3:0), gegen den FC St. Pauli (2:1) und gegen den VfL Wolfsburg (8:1), gelang Luis Diáz das „Matchwinning Goal“, das Tor, welches das Spiel in die Richtung der Münchner drehte.
- Als die Bayern 1997 gegen den VfB Stuttgart Meister wurden, gab es die o. g. Parallele mit Bobic und Führich.
Aber auch eine Menge Unterschiede.
- Die Entscheidung fiel erst am 33. Spieltag.
Deutscher Meister 1997: Der FC Bayern als „FC Hollywood“
Anders als 2026, wo dank der Regie von Trainer Vincent Kompany (40) eine unglaubliche Ruhe im Verein herrscht, wurden die Bayern 1997 in der Hochphase des „FC Hollywood“-Theaters Meister.
Das fand auch Europameister und Kicker-Kolumnist Hansi Müller (68): „Einige wenige gute Spiele wechselten sich mit Leistungen ab, die für den Außenstehenden kaum nachvollziehbar waren. Dabei denke ich an die Auftritte in Leverkusen und Bielefeld (2:5 und 0:2, d. Red.). Erst eine interne Aussprache, wie sie ein Kalle Rummenigge, der Bayern-Vize, nach eigenen Aussagen noch nicht erlebt hat, leitete die Wende ein.“
Von diesen Zeiten sind die Bayern und die Liga heute Lichtjahre entfernt…


