BVB: 20-Millionen-Transfer hinter den Erwartungen

von Carsten Germann09.02.2026 | 23:28 Uhr
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Foto: Imago

Borussia Dortmund hat durch das 2:1 (1:0) beim VfL Wolfsburg (siehe auch Fussballdaten-„Schlusskonferenz“ und „Halbzeitfazit“) den Kontakt zu Spitzenreiter Bayern München gewahrt und zudem den Vorsprung auf 1899 Hoffenheim auf Rang drei erhöht. Ein 20 Millionen Euro teurer Transfer ist beim BVB aber nur Statist: Carney Chukwuemeka (22).

Der englische Mittelfeldspieler wurde im Sommer nach Leihe fest vom FC Chelsea verpflichtet und kostete 20 Millionen Euro Ablöse.

Die hat er – bei allem Respekt – noch nicht amortisiert.

Zahlen zu BVB-Transfer Chukwuemeka: 2026 noch nicht über die vollen 90 Minuten

Der gebürtige Österreicher, der einen bis 30. Juni 2030 datierten Vertrag unterschrieb, kam in Dortmund in dieser Saison in 18 von 21 Bundesliga-Spielen zum Einsatz und erzielte zwei Tore.

  • Eines davon war das immens wichtige 3:3 bei Eintracht Frankfurt in der Nachspielzeit zum Jahres-Start (Fussballdaten.de berichtete).
  • Sechs Mal stand Chukwuemeka nur in der Startelf, im neuen Kalenderjahr spielte er nur gegen den 1. FC Heidenheim (3:2) länger als 30 Minuten.
  • Zum letzten Mal sah man Carney Cukwuemeka beim 3:0 gegen Werder Bremen (17. Spieltag) in der BVB-Startformation.
  • In Wolfsburg brachte ihn BVB-Trainer Niko Kovac (54) in der 88. Minute für den überragenden Felix Nmecha, um Zeit von der Uhr zu nehmen.
  • In 43 Pflichtspielen für Borussia Dortmund lieferte Carney Chukwuemeka nur fünf Tor-Beteiligungen.

Das ist für einen Spieler dieses Kalibers zu wenig.

„Interne und externe Zweifel“

Wie die Zeitung Ruhr-Nachrichten berichtete, ist man beim BVB mit den Leistungen des Engländers unzufrieden. Es gäbe „intern wie extern Zweifel am körperlichen Zustand von Chukwuemeka“, so das Blatt, „es würde vereinsintern kritisch hinterfragt, warum es innerhalb eines Jahres nicht gelungen ist, bestehende Fitness-Rückstände aufzuarbeiten.“

Im Rennen um einen Stammplatz im Mittelfeld hat Chukwuemka, das muss man so klar sehen, hinter seinem in Wolfsburg extrem sicheren Landsmann Jobe Bellingham, Felix Nmecha und Marcel Sabitzer klar die schlechteren Karten.