BVB vs. FCH in der Schlusskonferenz: Nur 84 Sekunden…

Borussia Dortmund hat im zweiten Sonntagsspiel gegen den 1. FC Heidenheim die Chance, den Punkte-Rückstand auf Tabellenführer Bayern München (2:2 beim HSV) auf sechs Zähler zu verkürzen. Nach einem packenden 3:2 (1:1) wurde es zwar das gewünschte, ja erhoffte Ergebnis, doch der BVB lieferte mal wieder Achterbahn-Fußball und verfiel in alte Fehlermuster. Die Schlusskonferenz bei Fussballdaten.de nennt Zahlen dazu - und präsentiert Stimmen & Stimmungen.
„Wir müssen in der zweiten Halbzeit besser nach vorne spielen“, forderte BVB-Assistenzcoach Robert Kovac in der Pause bei DAZN, „wir müssen ein oder zwei Tore noch machen und mehr Chancen kreieren.“
BVB gegen 1. FC Heidenheim: Schock nach der Pause
Das gelang zunächst nicht. Julian Niehues schockte Dortmund mit dem 1:2 (48.) mit dem ersten Torschuss nach der Pause.
Dafür gab es die ersten Pfiffe von den Rängen.
Dortmund lief jetzt Gefahr, den Vorteil nach dem Punktverlust der Bayern in Hamburg zum Nachteil zu machen.
- Es war der dritte Torschuss für die Heidenheimer – und zwei dieser Bälle waren drin.
Auch auf der Tribüne, bei den BVB-Bossen Carsten Cramer, Lars Ricken und Berater Matthias Sammer waren die Mienen sparsam.
Mit diesem Tor fiel die Borussia auf Rang drei hinter 1899 Hoffenheim zurück.
Die Mannschaft aus Sinsheim gastiert am kommenden Sonntag beim FC Bayern München.
Dann die Wende: Hand-Elfmeter für den BVB nach VAR-Entscheid und 2:2 durch Serhou (69.)
- Es war der erste Treffer für den BVB-Stürmerstar seit dem 3:0 gegen Werder Bremen am 17. Spieltag.
„Dafür liebe ich Fußball!“
- Und der Guineer legte nach: 3:2 für Borussia Dortmund innerhalb von 84 Sekunden nach Tempo-Dribbling über rechts von Maximilian Beier.
- Der Nationalspieler war nach 58 Minuten für Yan Couto ins Spiel gekommen.
„Dafür liebe ich Fußball“, jubelte DAZN-Experte Nils Petersen. Tja, wir doch auch!
Springen wir in die Schlussphase: Die Dortmunder wieder über Brandt und Guirassy, doch dieser Konter (89.) war zu schlampig ausgespielt – Fehlpass von Brandt.
Wacklig war es weiterhin, acht Minuten Nachspielzeit waren angezeigt.
Arijon Ibrahimovic (90. + 2) vergab die Riesen-Ausgleichschance für den FCH.
Kovac drehte noch mal an der Uhr, nahm Guirassy für Salih Özcan vom Platz (90. + 3).
Der BVB-Torjäger hatte es mit einem zweiten Elfmeter verpasst, das Spiel zuzumachen (85.). Nun schlich er, leicht humpelnd, vom Feld.
Bei den Dortmunder Fans machte sich Verzweiflung breit, Heidenheim hatte in der Nachspielzeit die besseren Chancen!
Mikkel Kaufmann (90. + 4) knapp drüber, ebenso wie Jan Schöppner (90. + 7) per Kopf.
Das war’s, Dortmund bis auf sechs Punkte an Bayern dran, Heidenheim bleibt Tabellenletzter.
„Dieses Spiel ist sinnbildlich für die Saison des BVB, sie haben zu viele Nachlässigkeiten gezeigt“, sagte Nils Petersen.
Das hatten sie schon in der ersten Halbzeit.
„Wir hätten den BVB mit dem 3:1 bestrafen müssen, es ist bitter, dass wir die Riesen-Dinger nicht genutzt haben“, ärgerte sich FCH-Trainer Frank Schmidt bei DAZN.
„Es war turbulent“, sagte BVB-Abwehrchef Nico Schlotterbeck, „die zweite Halbzeit war teilweise vogelwild. Wir haben viele Chancen zugelassen, sind aber zum Glück der Gewinner.“
Matchwinner Guirassy: „Manchmal verschießt man als Stürmer eine Chance, aber ich werde weiter an mich glauben, aber am Ende haben wir gewonnen, das ist das Wichtigste.“



