Der einzige Titel für das „gallische Dorf“

von Carsten Germann16.01.2026 | 21:25 Uhr
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Foto: Imago

Bundesliga vor 25 Jahren – auch 2026 wird uns die liebenswerte Spielvereinigung Unterhaching in dieser Serie begegnen. Die Münchner Vorstädter haben ihr „Stadion am Sportpark“ zum 1. Januar 2026 an den großen Nachbarn FC Bayern verkauft, dem sie 2000 gegen Leverkusen (2:0) zur Meisterschaft verhalfen. Am 15. Januar 2001 holte „Haching“ seine eigene Meisterschaft…

Erinnern Sie sich noch an das „Hallen-Masters“? „Halle-Lujah“, jubelte das Kicker-Sportmagazin einst, als der DFB den Hallenfußball-Zauber für die langen Winternächte einführte.

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Die Bundesliga-Stars mit Noppenschuhen und heruntergelassenen Stutzen unter dem Hallendach, bei Rückrunden-Beginn Mitte Februar.

Das mutet heute wie aus einer anderen Zeit an und wäre inzwischen aufgrund der viel zitierten „Überbelastung“ undenkbar…

Inzwischen geht die Liga Mitte Januar weiter – und nächste Woche steht schon wieder Champions League an.

Der Modus beim DFB-Hallen-Masters war unterschiedlich, aber in den großen Sporthallen der Liga ging die Posh ab.

Wo fand das DFB-Hallenmasters statt?

  • Frankfurt, München und natürlich die Westfalenhalle in Dortmund waren ab 1988 die Schauplätze für den DFB-Winterzauber, der 2001 eingestellt wurde.

Das Hallen-Masters bot auch für vermeintliche Außenseiter die Chance auf einen offiziellen Titel.

  • So gewannen unter anderem die unter freiem Himmel seit 1966 titellosen „Löwen“ von 1860 München 1996 in Dortmund und der FC Hansa Rostock schaffte es 1998 in München.

„Das gallische Dorf Unterhaching“, wie es der einzige Bundesliga-Trainer der Mannschaft aus dem Kreis München, Lorenz-Günther Köstner einst nannte, wurde der letzte Sieger in diesem Wettbewerb.

„Wir hatten auf jeden Fall genügend gute Spieler, um zumindest eine schlagkräftige Hallenmannschaft zu stellen, die es mit allen aufnehmen konnte“, sagte Unterhachings Rekord-Torschütze in der Bundesliga, André Breitenreiter (52) zum 25. Jahrestag im Kicker-Sportmagazin (Donnerstag).

  • Breitenreiter traf 15-mal für die Hachinger.

Unterhaching und Udo Jürgens

Er sagt: „Es war ja gar nicht so einfach, für Unterhaching Tore zu schießen, so viele Torchancen hatten wir ja meistens nicht in unseren Spielen…“

Stimmt: In der zweiten und letzten Saison im „Oberhaus“, 2000/2001, gelangen der SpVgg Unterhaching nur 35 Tore.

Nur einmal, 2000 beim 5:2 gegen Hertha BSC, gelangen den Hachingern mehr als drei Tore in einem Bundesliga-Spiel.

Aber: Die einzige DFB-Trophäe steht bis heute im Klubhaus am kleinsten Bundesliga-Standort aller Zeiten.

„Wir haben vor jedem Hallenmatch in der Kabine Griechischer Wein von Udo Jürgens gespielt“, erinnert sich André Breitenreiter, „und uns damit eingestimmt. Das nahm schließlich so einen Lauf, das wir dieses Lied wirklich brauchten.“

  • Möglich, denn im Finale gegen Werder Bremen musste das Neun-Meter-Schießen her, Unterhaching gewann mit 6:5.

Herrlich-verrückt, diese Hachinger…aber leider aus einer anderen Zeit.

Bundesliga vor 25 Jahren bei Fussballdaten.de

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