Pokalfinale: Kovac auf den Spuren von Schaaf

von Jean-Pascal Ostermeier11:34 Uhr | 23.05.2019
Trainer Niko Kovac vom deutschen Rekordmeister Bayern München begibt sich beim DFB-Pokalfinale am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) gegen RB Leipzig auf die Spuren von Thomas Schaaf. Der frühere Coach von Werder Bremen ist der einzige Fußballer, der den Cup als Profi und Trainer mit ein und demselben Verein gewonnen hat.


Schaaf (58) stemmte die Trophäe 1991 und 1994 als Werder-Spieler in die Höhe, als Coach der Hanseaten gelang ihm dies 1999, 2004 und 2009. Kovac holte den Pokal 2003 im Trikot des FC Bayern, kam beim 3:1 im Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern nach zuvor vier Spielen auf dem Weg nach Berlin aber nicht zum Einsatz.

Seit seinem Triumph mit Eintracht Frankfurt im Vorjahr über die Bayern (3:1) gehört Kovac wie Schaaf bereits zum erlauchten Kreis der Kicker, die später auch als Trainer den Pokal holten. Als erstem gelang das "Doppel" dem 1981 verstorbenen Ludwig Janda: 1942 gewann er mit 1860 München gegen Schalke 04 den Tschammer-Pokal (2:0), 14 Jahre später war er mit dem Karlsruher SC gegen den Hamburger SV (3:1) erfolgreich.

FC Bayern München
Bundesliga
Rang: 1Pkt: 78Tore: 88:32



Der 2016 verstorbene Alfred "Aki" Schmidt erspielte sich 1965 mit Borussia Dortmund gegen Alemannia Aachen den Cup (2:0), 1970 führte er Kickers Offenbach (2:1 gegen den 1. FC Köln) zum Triumph. Allerdings saß Schmidt im Endspiel wegen eines Autounfalls nicht auf der Bank, Kurt Schreiner (2003 gestorben) vertrat ihn.

Schaaf setzte sich mit Werder 1991 4:3 i.E. gegen Köln und 1994 3:1 gegen Rot-Weiß Essen durch. Als Coach war er 1999 gegen die Bayern (5:4 i.E.), 2004 gegen Aachen (3:2) und 2009 gegen Bayer Leverkusen (1:0) erfolgreich. Jupp Heynckes (74) triumphierte 1973 als Profi mit Borussia Mönchengladbach gegen Köln (2:1 n.V.) und als Münchner Triple-Coach 2013 gegen den VfB Stuttgart (3:2).

(sid)

Ich habe versucht, sechs Ehen von Spielern zu retten. Eine gibt es noch, die anderen fünf wollten mich töten, weil ich das Elend verlängert habe.

— Hans Meyer